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Darmzentrum - Anerkanntes Zentrum zur Behandlung von Darmtumoren

Das 2007 gegründete Darmzentrum im Klinikum Nürnberg erfüllt alle Voraussetzungen, die die Deutsche Krebsgesellschaft an ein Organzentrum für die Behandlung von Darmkrebs stellt. Dies betrifft sowohl die Gesamtzahl der im Zentrum behandelten Patienten, als auch wichtige Qualitätskennziffern wie Komplikations-, Heilungs- und Überlebensraten.

Das Qualitätsmanagementsystem wurde zudem auf weitere Bereiche ausgeweitet, so dass das Darmzentrum jetzt auch die Rezertifizierung erfolgreich bestanden hat.

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 70.000 Menschen an Darmkrebs und etwa 30.000 sterben daran. Doch viele könnten gerettet werden, wenn deren Erkrankung frühzeitig erkannt und optimal behandelt wird. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die enge Kooperation zwischen den niedergelassenen Ärzten und den Spezialisten im Krankenhaus. Um diese als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Klinikum zu optimieren, gründete das Klinikum vor drei Jahren das Darmkrebszentrum.

Das Darmkrebszentrum des Klinikums bestand die Rezertifizierung mit Bravour
 

Das Darmzentrum deckt alle Aspekte der Erkrankung von der Früherkennung über Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge ab. In den letzten drei Jahren wurden fast 1.000 Patienten im Darmzentrum Nürnberg behandelt. Eine Klinik gilt nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft bereits als spezialisiert, wenn im Jahr 20 Operationen am Mastdarm und 30 Operationen am Dickdarm durchgeführt werden. Damit übertraf das Klinikum die geforderten Zahlen um ein Vielfaches.

Im Darmzentrum kooperieren die Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie des Klinikums sowie eine Vielzahl niedergelassener Gastroenterologen. Zusätzlich wurde ein Netzwerk mit weiteren wichtigen Partnern für die Sicherung des Behandlungserfolges aufgebaut. Dies umfasst die Physiotherapie, Psychoonkologie, Schmerztherapie, Ernährungstherapie, Stomatherapie, ambulante Pflegedienste, Selbsthilfegruppen, genetische Beratungsstelle und die Seelsorge.

Alle Behandlungspartner verpflichteten sich zur einheitlichen, zeitlich und räumlich optimal abgestimmten Zusammenarbeit nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Auch in fortgeschrittenen Stadien der Darmkrebserkrankung konnte durch neu entwickelte Medikamente, Operationsmethoden und Bestrahlungstechniken eine Verbesserung der Überlebenszeit und der Lebensqualität erreicht werden.

Dies gilt auch, wenn bereits Metastasen in der Leber oder der Lunge vorliegen. Für jeden Patienten wird in einer wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz, an der alle Behandlungspartner teilnehmen, die individuelle Therapie festgelegt.

Da es auf die Früherkennung ankommt, weisen die niedergelassenen Haus- und insbesondere Fachärzte ihre Patienten speziell auf Früherkennungsmaßnahmen, insbesondere die Darmspiegelungen hin. Dort können Darmkrebsvorläufer, so genannte Polypen, oder Tumore in frühen Stadien erkannt und endoskopisch geheilt werden.

 

Weitere Informationen beim Darmzentrum unter Tel. (0911) 398-7540 oder der Internetseite des Darmzentrums

 

 

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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