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Bundesverdienstkreuz - Hoher Orden für ehemaligen Klinikum-Vorstand

Für sein „herausragendes Engagement für eine hochwertige medizinische Versorgung in Nürnberg und der Region“ wurde Klaus Wambach, ehemaliger Vorstand des Klinikums Nürnberg, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Im Rahmen einer Feierstunde im Klinikum Nord überreichte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (li.) die Auszeichnung.

In seiner Laudatio verwies Söder darauf, dass Wambach von 1997 bis 2007 für die Umwandlung des städtischen Krankenhauses in ein eigenständiges Kommunalunternehmen verantwortlich war. „Ihnen gelang es, entscheidende Weichenstellungen vorzunehmen, um das Klinikum, eines der größten kommunalen Krankenhäuser in Europa, erfolgreich zu positionieren“, betonte Söder.

Als Meilensteine des Wirkens von Wambach listete der Gesundheitsminister den Aufbau der interdisziplinären Privatklinik medizinplus, die Gründung einer eigenen Servicegesellschaft, die Übernahme der defizitären Krankenhäuser des Landkreises Nürnberger Land, das bundesweit vorbildliche Ethik-Projekt sowie das Maßnahmenpaket zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf.

Ordensverleihung
 

„Sehr stolz, aber auch etwas beschämt“, nahm Wambach, der seit einem schweren Radunfall gelähmt ist, die Auszeichnung entgegen. „Ich habe nur das getan, was ich nach meiner Überzeugung zu tun hatte.“ In seiner Rede gab der ehemalige Klinikum-Vorstand ein Plädoyer für die öffentliche Gesundheitsversorgung ab. „Sie ist viel zu wichtig, als sie privaten Interessen zu überlassen“, betonte er. Ein öffentliches Haus müsse keine Dividenden für Aktionäre erwirtschaften, etwaige Gewinne fließen, so Wambach, „ohne Ausnahme in die Krankenversorgung zurück“. Das Argument, ein privates Unternehmen könne effektiver wirtschaften als ein öffentliches, hält er für „in der Praxis weithin widerlegt“. Kommunale Häuser könnten genau so gut wirtschaften, wenn sie „professionell gemanagt werden, von der Politik die notwendigen Freiräume erhalten und kommunalübergreifend zusammenarbeiten“.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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