Personalien
Dr. Pal Bölcskei (71), langjähriger Chefarzt der Pneumologie im Klinikum Nürnberg, wurde mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um die Gesundheit, ausgezeichnet. Bölcskei gründete 1989 das Institut für Raucherberatung & Tabakentwöhnung. Gemeinsam mit Experten aus Medizin und Pädagogik entwickelte er ein gesundheitsförderndes Unterrichtsprogramm für Kinder. Er initiierte 1991 das Grundschulprogramm „Klasse 2000“ in Bayern mit 234 Klassen, das inzwischen in allen Bundesländern vertreten ist. „Klasse 2000“ klärt Kinder über Aufbau und Funktionen ihres Körpers auf. Die Kinder sollen erfahren, wie viel Spaß es macht, gesund und ohne Suchtmittel zu leben.
Als langjähriger stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikums Nürnberg wurde Arno Hamburger (86) von Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um die Gesundheit geehrt. „In äußerst verdienstvoller Weise leitet und prägt er die Geschicke und die Entwicklung eines der größten kommunalen Krankenhäuser Europas“, heißt es in der Laudatio. Hamburger habe sich im Verwaltungsrat insbesondere um die Kostenkontrolle verdient gemacht. So konnten auch Investitionen wie der Bau des Dr. Theo Schöller-Hauses auf den Weg gebracht werden.
Dr. Heidemarie Lux (58), Oberärztin in der Klinik für Notfallmedizin und internistische Intensivmedizin, wurde von der Delegiertenversammlung des Ärztlichen Kreisverbands Nürnberg erneut zur ersten Vorsitzenden gewählt. Der Ärztliche Kreisverband Nürnberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und vertritt alle in Nürnberg arbeitenden Ärzte, derzeit ca. 3.500. In den siebenköpfigen Vorstand wurden als Beisitzer Dr. Christian Jäck-Groß (Assistenzarzt in der Institutsambulanz der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) als Webbeauftragter und Dr. Christian Rapke (Oberarzt in der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie im Klinikum Nürnberg Süd) als Fortbildungsbeauftragter gewählt.
Kerstin Nölting (40) und Nicole Ranke (33), beide Gesundheits- und Krankenpflegerinnen der Klinik für Pneumologie und Mitarbeiter des Lungentumorzentrums, absolvieren zurzeit die Weiterbildung „Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie und Palliative Care“. Als Leistungsnachweis nach dem ersten Jahr erstellten sie eine Facharbeit und gewannen damit bei der „Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege“ (KOK) den 1. Preis „für herausragende Projekte in der onkologischen Pflege, die die Praxis beeinflusst haben“. Thema ihrer Arbeit ist der Informationsbedarf von Patienten, die eine Chemotherapie wegen eines bronchopulmonalen Tumors bekommen. Diesen Informationsbedarf ermittelten sie über Fragebögen. Dabei stellte es sich heraus, dass die Patienten vorwiegend einen Bedarf an Informationen haben über die Formen der Chemotherapie, die Vorgänge im Körper, die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt, die Behandlung nach Abschluss der Chemotherapie und die Möglichkeiten, selbst tätig zu werden, wenn es ihnen wegen der Therapie nicht gut geht. Aufgrund der Daten entwickelten Nölting und Ranke ein Patienteninformationsblatt, das zukünftig die Patienten des Lungentumorzentrums erhalten, wenn sie eine Chemotherapie bekommen. Beim Deutschen Krebskongress in Berlin Ende Februar präsentierten beide ihre Arbeit der Fachöffentlichkeit und nahmen den Preis entgegen.
Helmut Schlegel (54), Leiter der Informationsverarbeitung des Klinikums, wurde von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) als Vertreter des Deutschen Städtetages in den Fachausschuss für Daten-Information und Kommunikation berufen. Der Ausschuss berät den Vorstand der DKG zu Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik, dazu gehören Themen wie die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die Datenübertragung zu den Kostenträgern und die IT-technische Unterstützung der DRG-Abrechnung. Außerdem wurde Schlegel von einer hochkarätig besetzten Jury der Zeitschrift „Computerwoche“ mit dem Chief Information Officer (CIO) des Jahres 2009 ausgezeichnet. Alljährlich werden 37 IT-Führungskräfte ausgezeichnet. Schlegel erhielt den Preis in der Kategorie Großunternehmen.
Dr. Susanne Simen (45), Oberärztin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und Leiterin der Mutter-Kind-Tagesklinik im Klinikum Nürnberg Nord, wurde mit dem Anerkennungspreis des Frauenförderpreises 2010 ausgezeichnet. Die Jury lobte ihr Engagement für die Behandlung von Müttern, die während der Schwangerschaft oder die erste Zeit nach der Geburt mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Rund 15 Prozent aller Mütter leiden nach der Geburt an einer Wochenbettdepression. Die von der Oberärztin mitinitiierte Mutter-Kind-Tagesklinik bietet eine spezielle Therapie für Mütter an. Die Frauen lernen dabei, eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen und gut mit sich und der Situation umzugehen. Simen nahm den Anerkennungspreis in der Ehrenhalle aus der Hand von Ida Hiller, der Frauenbeuaftragten der Stadt Nürnberg, und Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly entgegen.
Autorin/Autor: Bernd Siegler
