Heil- und Wildkräuter - Schmackhaft und vitaminreich
Bei den Römern war der Giersch (Aegopodium podagraria) die Nahrung der Soldaten, weshalb er auch Soldatenpetersilie genannt wurde. Seine grünen Blättchen spitzen oft schon im zeitigen Frühjahr überall in der Natur durch den noch mit Laubblättern des letzten Winters bedeckten Boden.
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Gerade jetzt werden die zarten Gierschblättchen für Rohkostsalate von Kennern sehr geschätzt und es ist eines der schmackhaftesten und vitaminreichsten Wildgemüse. Die Pflanze enthält 15 Mal mehr Vitamin C als Petersilie. Giersch ist vielseitig zu verwenden. In etwas Olivenöl angedünstet und ggf. mit etwas Sahne abgerundet ergibt er einen köstlichen Spinat. Man kann einige frische Blättchen kleinhacken und unter den Kloßteig geben, unter Kartoffelbrei oder Reis mischen oder eine Pizza damit belegen. Oder ein eigenes Kräutersalz herstellen: Das getrocknete Kraut mit etwas Steinsalz vermischen und fertig ist die gesunde Würze. |
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In der traditionellen Volksheilkunde ist Giersch die „Gichtpflanze“ schlechthin, sie wird deswegen auch Zipperleinskraut genannt. Kräuterpfarrer Künzle empfahl die Pflanze schon als Tee bei Rheuma und Gicht. Das Kraut regelmäßig als Presssaft verarbeitet und mit Wasser vermischt bringt eine Linderung für schmerzende Gelenke. Die Pflanze kann abgelagerte Harnsäurekristalle im Körper lösen und ausschwemmen.
Nähere Information bei Brigitte Adding-ton (zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester) beim „Zentrum für Kräuterkundige“ weltweit, www.sonnetra.de, Tel.: 09131-9317296.
Autorin/Autor: Brigitte Addington
