Gesundheitsmanagement - Rückenschule für den Servicebereich
Der Rücken lässt grüßen, wenn das Gestell für den Wischmopp falsch eingestellt ist oder die Körperhaltung beim Schieben von Betten oder schweren Wäschecontainern nicht richtig ist. Fehlbelastungen sorgen für akute und manchmal auch chronische Rückenschmerzen. Auch sonstige Belastungen oder Überbelastungen sorgen für Stress und schlechtes Arbeitsklima, verursachen so gesundheitliche Probleme bei Mitarbeitern und damit Ausfallzeiten für den Arbeitgeber.
|
Um dies zu vermeiden, hat Karlheinz Moßner, Bereichsleiter für Bau, Technik und Service im Klinikum Nürnberg und Geschäftsführer der Klinikum Nürnberg Service Gesellschaft (KNSG), zusammen mit der AOK für die Beschäftigten der KNSG und den Serviceabteilungen ein Betriebliches Gesundheitsmanagement initiiert. Den Anfang machten die Mitarbeiter im Reinigungsservice. Mit Erfolg. „Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter haben an der Rückenschule und den Kursen für Stressbewältigung teilgenommen“, freut sich Fatma Peker, die diesen Bereich kommissarisch leitet. Um die Kurse und Übungen auf die spezifischen Probleme der Mitarbeiter zuzuschneiden, fragten die Experten der AOK zunächst die Beschäftigten, was ihnen Schmerzen bereitet und welche Tätigkeit sie warum als körperlich besonders belastend empfinden. Auch Fragen nach der Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten gaben Aufschluss über das Wohlfühlen bei der Arbeit. |
|
Aus den Antworten ergaben sich dann Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur und zur Entspannung, die in mehreren Kursen gezeigt und trainiert wurden. Auch für das Arbeitsumfeld, über das Verhalten der Vorgesetzten und interne Abläufe wurden wertvolle Anregungen gewonnen und umgesetzt.
„Die Mitarbeiter wissen jetzt“, so Moßner, „was sie persönlich für ihre Gesundheit machen können. Die Abteilung weiß, was sie besser machen kann, um Betriebsklima und interne Strukturen nachhaltig zu verbessern.” Doch sowohl für die Abteilung, als auch für die Mitarbeiter ist dieser Prozess nicht zu Ende. „Jetzt gilt es, zu Hause die Übungen mindestens zweimal pro Woche zu wiederholen“, betont Peker, die selbst am Programm teilgenommen hat.
Nach dem Erfolg beim Reinigungsservice wird ein ähnliches Programm für die Mitarbeiter des Transportdienstes, der Küche, der Zentralen Sterilgutversorgung, der Wäscherei und der Näherei aufgelegt.Autorin/Autor: Bernd Siegler
