Personalien
Caroline Barth (30), Assistenzärztin in der Geriatrie, und Rebecca Kaiser (29), Ernährungswissenschafterin am Institut für Biomedizin des Alterns, haben jeweils einen Preis für ihre Posterpräsentationen beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Göttingen erhalten. Barth erhielt den Preis für ihre Arbeit über einen 93-jährigen Patienten mit Endokarditis, einer Entzündung der Herzinnenhaut, hervorgerufen durch den seltenen, schwer nachweisbaren und daher oft übersehenen Erreger „ Aerococcus urinae“. Das besondere an dem Fall ist das hohe Lebensalter des Patienten und dass eine erfolgreiche antibiotische Therapie ohne kardiochirurgische Intervention möglich war. Kaiser untersuchte den Einfluss des Ernährungszustands auf Funktionalität und Sterblichkeit bei Pflegeheimbewohnern unter besonderer Betrachtung von ausgeprägtem Übergewicht (Adipositas).
Dr. Matthias Kaiser (33), Assistenzarzt in der Geriatrie, hat den diesjährigen Forschungs-Fördererpreis der Rolf- und Hubertine-Schiffbauer-Stiftung gewonnen. Kaiser hatte weltweit die Häufigkeit von Mangelernährung bei älteren Menschen untersucht. Mangelernährung ist eine der größten Gefahren für die Gesundheit und Selbstständigkeit älterer Menschen. Für die prämierte Arbeit bündelte Kaiser Ergebnisse aus über 25 Studien aus dreizehn Ländern. Das Ergebnis: Über zwei Drittel aller untersuchten Studienteilnehmer waren entweder von Mangelernährung bedroht oder litten bereits unter Mangelernährung. Kaisers Befunde unterstreichen die Bedeutung eines routinemäßigen Screenings auf die Risiken für Mangelernährung bei jedem älteren Menschen. Außerdem optimierte er anhand der gesammelten Daten einen häufig eingesetzten Test zur Diagnostik von Mangelernährung, um eine noch leichtere und breitere Anwendung zu ermöglichen. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) überreicht.
Dr. Kneginja Richter (43), Oberärztin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Leiterin der Schlafsprechstunde im Zentrum für Schlafmedizin und Leiterin des Labors für Psychophysiologie im Klinikum, bekam die höchste Auszeichnung der mazedonischen Hauptstadt Skopje, den „13. November“, verliehen. Der Name geht auf den 13. November 1944 zurück, den Tag, an dem mazedonische Partisanen die Stadt Skopje im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzung befreiten. Die Jury begründete die Ehrung mit Richters Verdiensten um die langjährige Zusammenarbeit der Psychiatrie des Klinikums mit der Psychiatrie in Skopje und der damit verbundenen Verbesserung der Behandlung psychisch kranker Menschen in Mazedonien. Dazu gehört auch technische und finanzielle Hilfe für die Psychiatrie in Skopje.
Dr. Michael Wucherer (56), Leiter des Instituts für Medizinische Physik, wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bis Ende 2010 als Leiter der Arbeitsgruppe "Qualitätssicherung in der Medizin" der Strahlenschutzkommission berufen. Die Arbeitsgruppe soll in den Bereichen Röntgendiagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin Empfehlungen zum Strahlenschutz für das Ministerium ausarbeiten, die an die rasante Entwicklung der Medizintechnik in der Radiologie angepasst sind. Das gilt zum Beispiel für übergreifende Qualitätssicherungsverfahren von Röntgensystemen in digitalen Netzwerken.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

