Perinatalzentrum - Immer ganz nah bei der Mutter
Nicht alle Neugeborene schaffen den Übergang vom beschützten Leben in der Gebärmutter in die Welt „da draußen“ ganz reibungslos. Etwa zehn Prozent von ihnen leiden unmittelbar nach der Geburt an so genannten Anpassungsstörungen.
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Bei ihnen dauert es ein paar Tage, bis sich der kindliche Stoffwechsel vollständig auf ein eigenständiges Leben umgestellt hat. Zudem sind die Kleinen anfällig für Infektionen, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgebildet ist. „Diese Kinder müssen in den ersten Tagen nach der Geburt medizinisch behandelt, ihr Stoffwechsel mit Hilfe von Monitoren überwacht werden“, erklärt Prof. Jan-Holger Schiffmann, Chefarzt des Zentrums für Neugeborene, Kinder und Jugendliche. Dabei geht es vor allem um die Kontrolle des Blutzuckerspiegels, der Neugeborenen-Gelbsucht und um Infektionen. Nach ein paar Tagen mit medikamentöser Unterstützung funktioniert der Stoffwechsel meistens reibungslos, und Mutter und Kind können unbeschwert nach Hause gehen. |
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Seit Dezember 2009 ist die Station, in der Neugeborene mit Anpassungsstörungen behandelt und überwacht werden, samt den spezialisierten Kinderärzten und Kinderpflegekräften nicht mehr in der Kinderklinik untergebracht, sondern räumlich in die Wöchnerinnenstation der Geburtshilfe integriert. „Die Mütter sind damit näher bei ihrem Kind, sie müssen nicht erst ein Stockwerk tiefer gehen“, betont Schiffmann.
Neben 14 Betten für die Säuglinge stehen auch noch zwei Rooming-in-Zimmer zur Verfügung. „Hier können die Mütter Tag und Nacht bei ihrem Kind sein“, so Pflegedienstleiterin Judith Peltner. Die neue Station ist auf Neugeborene mit leichten Anpassungsstörungen spezialisiert. Schwer kranke Säuglinge werden weiterhin auf die Intensivstation ein Stockwerk tiefer verlegt.Autorin/Autor: Doris Strahler

