Hautklinik - Erstes Hautkrebszentrum in Bayern
Als erste Klinik in Bayern verfügt die Hautklinik im Klinikum Nürnberg Nord über ein zertifiziertes Hauttumorzentrum. „In einem anerkannten Hauttumorzentrum bekommen die Patienten mit Hautkrebs eine leitliniengerechte Behandlung, in die alle beteiligten Fachdisziplinen sowie die niedergelassenen Ärzte eingebunden sind“, erklärt Prof. Erwin Schultz, Chefarzt der Hautklinik. „Somit ist die Grundlage für eine optimale Behandlung unserer Hautkrebspatienten gegeben.“
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„Neun Monate haben wir intensiv an unseren Abläufen gefeilt“, berichtet Dr. Dirk Debus, Oberarzt der Hautklinik und Koordinator des Hauttumorzentrums. Diagnostik und Therapie der Hautklinik wurden dabei von der Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft „Onkozert“ unter die Lupe genommen, das Qualitätsmanagement von der renommierten LGA Intercert. Zu den wichtigsten Kooperationspartnern des Zentrums zählen über 70 niedergelassene Ärzte verschiedener Fachdisziplinen, wobei naturgemäß die Hautärzte am stärksten vertreten sind. Innerhalb des Klinikums findet eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Kliniken und Instituten statt, allen voran Pathologie, Allgemeinchirurgie, Radiologie, Onkologie und Strahlentherapie. Die Therapieempfehlung für die gemeinsamen Patienten wird wöchentlich auf dem Tumorboard erarbeitet. Zudem sind die Zusammenarbeit zwischen Hauttumorzentrum und niedergelassenen Ärzten und ihre Verantwortung in der Nachsorge genau geregelt. Ein sehr wichtiger Aspekt in der Versorgung von Hauttumorpatienten ist die psychoonkologische Betreuung sowie die sozialrechtliche Beratung der Patienten. Darüberhinaus vermittelt das Hauttumorzentrum bei Bedarf den Kontakt zu Selbsthilfegruppen. |
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Lange Wartezeiten für die Patienten gehören der Vergangenheit an, dafür sorgt ein ausgeklügeltes Terminvergabesystem, welches je nach Dringlichkeit kurzfristig Termine vergibt. Regelmäßige Wartezeitenanalysen ermöglichen eine stetige Überprüfung der Abläufe.
Hautkrebs ist die häufigste Krebsart weltweit. Im Hauttumorzentrum des Klinikums werden jährlich rund 250 Patienten mit schwarzem Hautkrebs, dem Melanom, und 500 Patienten mit weißem Hautkrebs, überwiegend Basalzell- und Plattenepithelkarzinome, behandelt. Weißer Hautkrebs ist nur in den seltensten Fällen gefährlich, sollten aber trotzdem frühzeitig entfernt werden, da er mit seinem Wachstum anderes Gewebe verdrängt.
Immer noch gefürchtet ist das Melanom, obwohl das Risiko an den Folgen eines Melanoms zu sterben in den letzten Jahren enorm nachgelassen hat. „Die jahrelange Aufklärungsarbeit hat sich gelohnt“, meint Debus. „Heute werden die meisten Melanome frühzeitig entdeckt und können daher geheilt werden.“
Bei weniger als zehn Prozent der Melanome haben sich bereits Metastasen in den Lymphknoten angesiedelt. Der Nachweis von Metastasen erfolgt über so genannte Wächterlymphknoten-Biopsie. Sind diese frei von Metastasen, dann hat sich der Tumor noch nicht ausgebreitet, und die Prognose ist entsprechend günstig.
Patienten, bei denen die Krankheit schon durch Fernmetastasen fortgeschritten ist, profitieren ebenfalls von der Möglichkeit, an internationalen Therapiestudien teilzunehmen und so Zugang zu neuen, innovativen Medikamenten zu bekommen. Die Teilnahme in solchen Studien ist ein wichtiger Aspekt im Gesamtkonzept des Hauttumorzentrums. Zurzeit ist das Hauttumorzentrum an mehreren internationalen Studien beteiligt, bei denen durch eine Krebsimpfung bereits bestehende Metastasen durch das körpereigene Immunsystem bekämpft werden sollen.Autorin/Autor: Doris Strahler

