Zertifizierung - Qualität beim Sterilgut
Sicherheit und Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern steht und fällt mit funktionsfähigen und vor allem sterilen Instrumenten, Beatmungszubehör und Implantaten. Im Klinikum Nürnberg geschieht die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten in der Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA).
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Nun wurden deren Prozesse, Abläufe und Qualitätsmanagement von unabhängigen Prüfern der Firma LGA-InterCert unter die Lupe genommen. „Wir waren vorher schon gut und sind stolz, dass wir die hohe Hürde der Zertifizierung gemeistert haben“, freut sich Rolf Haag, Abteilungsleiter der ZSVA. Die ZSVA verwaltet auch die Lager für Medizinprodukte, die man wieder aufbereiten und damit mehrfach verwenden kann. Insgesamt sind dies rund 10.000 verschiedene Artikel, dazu kommen noch Nahtmaterial, Klammergeräte sowie Einweg-OP-Abdeckungen. Bei der Wiederaufbereitung gilt es, weitreichende gesetzliche Anforderungen an Hygiene und Infektionsprävention zu erfüllen. Ende 2005 begann die ZSVA, ihre Abläufe und Arbeitsprozesse zu durchleuchten mit dem Ziel, nach den spezifischen Anforderungen für die Herstellung und Instandhaltung von Medizinprodukten gemäß DIN EN ISO 13485 zertifiziert zu werden. Auf dem Prüfstand kamen u.a. das Riskmanagement, die Erfassung und Katalogisierung sowie Risikoklassifizierung aller aufbereitbaren Medizinprodukte, die Festlegung der Aufbereitungsart für jedes Produkt, der Aufbau eines EDV-Dokumentationssystems oder die Festlegung der Routineüberwachungen. |
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„Das war wahnsinnig viel Arbeit, das Zertifikat haben sich die ZSVA-Mitarbeiter redlich verdient“, betont Claus-Uwe Hinrichs von LGA-InterCert. Angesichts der sehr strengen Überprüfung durch unabhängige Dritte sei das „Zertifikat eine Bestätigung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit“. Zusammen mit Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann lobte Karlheinz Moßner, Bereichsleiter für Bau, Technik und Service, dass die ZSVA „dieses Riesenprojekt bravurös gemeistert“ habe.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

