Neubau vor dem Klinikum Süd - Spatenstich für den neuen Erweiterungsbau
Bayerns Gesundheitsminister Dr. Markus Söder und Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly nahmen am 2. Oktober den Spaten in die Hand und gaben so den Startschuss für den Neubau eines Erweiterungsgebäudes im Klinikum Nürnberg Süd. Das neue zweistöckige Gebäude vor dem Haupteingang des Klinikum Süd soll im Dezember 2010 eröffnet werden.
|
Der Neubau ist notwendig geworden, weil sich die Zahl der von Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie des Klinikums behandelten Patienten seit der Eröffnung des Klinikums Nürnberg Süd im Jahre 1995 bis 2008 von 4.535 auf 8.575 fast verdoppelt hat. Dabei ist die Zahl der Betten der drei Kliniken mit insgesamt 200 gleichgeblieben. Allein in der Kardiologie stieg die Zahl der Patienten seit 1995 von 2.345 auf 5.415 im Jahr 2008 an. Die durchschnittliche Verweildauer in der Klinik fiel im gleichen Zeitraum von 10,8 auf 5,9 Tage. Immer mehr Patienten werden also in immer kürzerer Zeit behandelt. Im Hauptgebäude des Klinikum Süd wurde es daher für die Patienten, ihre Besucher und die behandelnden Ärzte sehr eng. |
|
Der Neubau, der zudem mit einer Tiefgarage ausgestattet ist, sorgt nun für Entlastung. Über einen Verbindungsgang ist er direkt an das Hauptgebäude angeschlossen. Kurze Wege zu Radiologie, Notaufnahme, den Stationen von Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie und weiteren Operationssälen sind damit garantiert.
Im neuen Gebäude finden Diagnostik und Therapie statt. Alle Nicht-Notfall-Patienten erhalten eine zentrale Anlaufstelle, die Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie gemeinsam betreiben. Notfallmäßig aufzunehmende Patienten werden weiterhin über die Notaufnahme im Klinikum Süd aufgenommen. Zwei zusätzliche Operationssäle werden mit neuester Medizintechnik und einer Kardangiographie mit Magnetsteuerung zur Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen ausgestattet.
Der Erweiterungsbau wird 20 Millionen Euro kosten. Aus dem Konjunkturprogramm des Freistaats erhält das Klinikum Nürnberg 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich fördert der Freistaat die Photovoltaikanlage mit 115.000 Euro.Autorin/Autor: Bernd Siegler

