Kinderchirurgie - Schonende Eingriffe bei Babys dank HDTV-Technik
Dank eines neuen hochauflösenden HDTV-Bildgebungsverfahren können in der Kinderchirurgie im Klinikum Nürnberg Süd nun viele Eingriffe bei Neugeborenen minimal-invasiv, und damit schonender für die Säuglinge, durchgeführt werden.
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„Es ist gigantisch, die Sicht des Operateurs ist deutlich verbessert“, schwärmt Oberarzt Dr. Karl Bodenschatz, Bereichsleiter der Kinderchirurgie. Ob angeborene Zwerchfellbrüche, bei denen innere Organe wie Darm, Leber oder Milz im Brustkorb liegen, Engstellen im Dünndarm oder Eingriffe zur Erweiterung des Magenpförtners bzw. zum Verschluss einer Verbindung von Speise- und Luftröhre – wo früher eine offene Operation mit einem zehn Zentimeter großen Schnitt nötig war, reichen aufgrund der neuen Technik nun drei nur wenige Millimeter kleine Schnitte. |
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Die hochauflösende Kamera, die dem Chirurgen detailgenaue Bilder in höchster Qualität aus der Bauchhöhle auf einem großen Bildschirm liefert, wird durch einen fünf Millimeter kleinen Schnitt eingeführt. Für die Operationsinstrumente reichen zwei Schnitte, die nur drei bis vier Millimeter groß sind.
Das HDTV-System mit High Definition-Monitor und -Kamera hat die Kinderchirurgie zusammen mit der Gynäkologie angeschafft. Bereits am ersten Tag konnte Bodenschatz damit ein Neugeborenes mit einem Geburtsgewicht von 1.900 Gramm mit einem angeborenen Defekt des Zwerchfells minimal invasiv thorakoskopisch erfolgreich operieren. „Bisher wurden nur wenige Fälle in Deutschland auf diese Weise behandelt“, erläutert der Oberarzt.Autorin/Autor: Bernd Siegler

