Dr. Birkner-Haus - Kunst(ver)führung im Klinikum Nord
„Kunst ist ganz wichtig im Krankenhaus. Die Patienten befinden sich oft in einer schwierigen Lebenssituation, ihnen kann die Kunst Kraft geben“, weiß Dr. Elisabeth Birkner, die früher selbst Ärztin war.
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Deshalb hat sie die Ausstattung des 2003 eröffneten Chirurgischen Zentrums im Klinikum Nord, des Dr. Hans-Birkner-Hauses, mit 60 Arbeiten von 16 Künstlern aus der Region mit großzügigen Spenden ermöglicht. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Dr. Hans und Dr. Elisabeth Birkner Stiftung fanden nun ein Wochenende lang im Rahmen der Nürnberger Stadt(ver)führungen Kunstrundgänge statt. Für kunstsinnige Besucher gibt es jetzt einen kleinen Kunstwegweiser für den persönlichen Rundgang. „So einfach ist moderne Kunst nicht, schließlich sollte sie zum ernsten Charakter eines Krankenhauses passen“, betont Birkner. Deshalb entschied eine fachkundige Jury die Auswahl der Werke. |
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Bereits bei den ersten Stationen der Tour, dem sakral und majestätisch anmutenden „Eisfjord“ Gerhard Riesbecks, dem Ruhe ausstrahlenden Meditationsraum von Hubertus Hess, vorbei an Kiefern, gemalt von Jörg Schemmann, die sich im Himmel verlieren, merkt man, dass dieser Anspruch mehr als erfüllt wurde. Dann geht es zu den japanisch inspirierten Kunstwerken des Künstlerpaares Kato, die vom Innenraum in den grün wuchernden Innenhof Zwiesprache halten, zu den monumentalen Gemälden Gregor Hiltners, oder den riesigen Perlenketten aus bunten Holzkugeln der Künstlerin Verena Manz, die im gläsernen Innenhof herabschweben. Spätestens dann hat der Betrachter längst vergessen, dass er sich in einem modernen OP-Zentrum mit zwölf Operationssälen und 400 Betten befindet.
Autorin/Autor: Justina Mehringer

