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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 3 >> Personalien

Personalien

Prof. Dr. Thomas Bertsch (42), Chefarzt des Instituts für Klinische Chemie, Laboratoriumsmedzin und Transfusionsmedizin im Klinikum Nürnberg, ist von der Universität Heidelberg zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Geboren 1966 in Heidelberg studierte Bertsch in Mannheim und Heidelberg Medizin. 1993 schloss er seine Promotion an der medizinischen Forschungsabteilung des Pharma-Konzerns Boehringer Mannheim ab. Seine Ausbildung zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin und zum Klinischen Chemiker unterbrach er mit Forschungsaufhalten am Krebsforschungszentrum der Uniklinik von Leeds (Großbritannien) und am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Danach war er im Institut für Klinische Chemie in Mannheim verantwortlich für die Notfall- und Routinediagnostik sowie die labormedizinische Koordination und Durchführung klinischer Studien des Universitätsklinikums. 2002 habilitierte Bertsch an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg für das Fach Klinische Chemie und Pathobiochemie. Im Juli 2003 wurde er zum Chefarzt des Instituts für Klinische Chemie im Klinikum Nürnberg, eines der größten Institute seiner Art in Deutschland, berufen. Nach seiner Ernennung zum Professor wird Bertsch parallel dazu an der Medizinischen Fakultät Mannheim, die zur Universität Heidelberg gehört, lehren.

 

Auf Einladung der Universität Punjab, Lahore, Pakistan, absolvierte Dr. Anwar Chaudhri (62) einen sechswöchigen Forschungsaufenthalt von Februar bis April 2009 in Pakistan. Der ehrenamtlich im Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie im Klinikum Nürnberg Süd tätige Medizinphysiker untersuchte, welche Rolle Selen und andere Spurenelemente bei Bluthochdruck spielen. Dieses Projekt wurde von Chaudhri konzipiert. Bis jetzt sind dazu 330 pakistanische Patienten mit Hilfe der Wissenschaftler der Universität Punjab untersucht worden. Einige Veröffentlichungen dieser Arbeiten sind in Vorbereitung bzw. eingereicht. Außerdem verbrachte Chaudhri vier Tage in Karachi beim Internationalen Institut für Biologische and Chemische Wissenschaften der dortigen Universität. Der Forschungsaufenthalt wurde von der DFG unterstützt.

Professor Dr. Michael Christ (45), Chefarzt der Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin, wurde von der Philipps-Universität Marburg zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Christ ist in Prien am Chiemsee aufgewachsen und studierte Medizin an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Danach war er im Klinikum Immenstadt der Ludwig-Maximilian-Universität München tätig, ab 1996 im Institut für Klinische Pharmakologie der Uniklinik Mannheim, zuletzt als Oberarzt und stellvertretender Institutsdirektor, und ab 2000 als Facharzt in die Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin der Uniklinik Marburg. 2005 wechselte er als Oberarzt an das Universitätsspital Basel. 2000 habilitierte Christ an der Fakultät für klinische Medizin Mannheim der Ruprecht-Karls-Uni¬versität Heidelberg. Im Mai 2008 wurde Christ zum Chefarzt der Aufnahmeklinik des Klinikums Nürnberg berufen. Nach seiner Ernennung zum Professor wird Christ parallel dazu am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg lehren.  

 

Hannelore Erb (52), Pflegedienstleitung der Onkologie, wurde vom Bundesgesundheitsministerium in das Beratergremium für den „Nationalen Krebsplan“ in die Arbeitsgruppe „Patientenorientierung“ berufen. Der Nationale Krebsplan wurde vom Ministerium zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiiert. In einer ersten Phase bis Ende 2010 will er „die Früherkennung weiterentwickeln, die onkologischen Versorgungsstrukturen und die Qualitätssicherung ausbauen, eine effiziente onkologische Arzneimittel-Therapie sicherstellen und die Patientenorientierung stärken“.

 

Dr. Kneginja Richter (43), Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Leitung der Psychophysiologie/Schlafmedizin, erhielt in Skopje den Preis für Filantropie des Zentrums für Institutionelle Entwicklung (CIRA) für ihren Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in Mazedonien. Damit wurde das langjährige, federführend von Richter forcierte Engagement der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Nürnberg gewürdigt, aus dem sich eine fruchtbare Kooperation mit den psychiatrischen Einrichtungen in Skopje und ganz Mazedonien entwickelt hat. Schon als Beraterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Richter die Psychiatriereformen, die Antistigma-Kampagne und Rehabilitation psychisch kranker Menschen im Krankenhaus in Mazedonien begleitet. CIRA ist eine 2003 von der amerikanischen Organisation US AID gegründete unabhängige, nicht-staatliche Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Zivilgesellschaft in Mazedonien jenseits von Staat und Markt zu entwickeln. Dabei geht es u.a. um die Förderung sozialer Werte, sozialer Institutionen oder bürgerschaftlichen Engagements.

 

Prof. Martin Wilhelm (52), Chefarzt der Onkologie im Klinikum Nürnberg, ist zum Vorstand der Arbeitsgemeinschaft  der leitenden Hämatologen und internistischen Onkologen im Krankenhaus e.V. gewählt worden. Der Verband vertritt mittlerweile 110 nicht-universitäre Krankenhäuser. Damit ist die Arbeitsgemeinschaft praktisch flächendeckend in ganz Deutschland tätig.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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