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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 3 >> Heil- und Wildkräuter - "Der Knochenheiler"

Heil- und Wildkräuter - "Der Knochenheiler"

Der Name hält, was er verspricht. Bereits Hildegard von Bingen erwähnte Beinwell (Symphytum officinale L.) und setzte das Rauhblattgewächs bei Knochenbrüchen, Knochenhautentzündungen, Prellungen, Zerrungen, Blutergüssen oder Quetschungen ein.

Sie nannte die Pflanze auch Consolida (consolidare: zusammenfügen). Dioskurides, ein berühmter Militärarzt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., lobte diese Pflanze bei Kriegsverletzungen aller Art. Auch heute noch wird die Heil- und Wundpflanze für medizinische und kosmetische Zwecke genutzt. Aus der Wurzel wird das entzündungshemmende Allantoin für Aknecremes, Rasierwasser und pflegende, heilende Salben gewonnen. Zusammen mit allen anderen  Wirkstoffen des Symphytums wird die Heilung des Knochengewebes und der entzündeten Schleimhaut gefördert. Beinwellsalbe oder Beinwellpulver ist außerdem zu empfehlen bei Nagelbettentzündungen, Narbenschmerzen, Blutungen oder schlecht heilenden Wunden und sollte in keiner Hausapotheke fehlen.

 

Zur Herstellung einer Beinwellsalbe benötigt man ca. 250 g frische Beinwellwurzel, 35 g Lanolin, 1/4 Liter Jojobaöl und ca. 20 g geraspeltes Bienenwachs. Zuerst lässt man das Lanolin in einem Topf schmelzen, gibt dann Öl und Bienenwachs dazu, mischt die gesäuberte, kleingeschnittenen Wurzeln unter und erhitzt das Ganze ca. 20 Minuten unter ständigem Rühren. Nicht kochen lassen. Über Nacht im Topf stehen lassen. Am nächsten Tag nochmals erwärmen, durch ein Sieb gießen und in Salbentöpfchen füllen. Kühl aufbewahrt hält die Creme etwa ein Jahr.

 

Nähere Informationen bei Brigitte Addington (zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester) beim Zentrum für Kräuterkundige weltweit, www.sonnetra.de, Tel.: (09131) 9317296.

Autorin/Autor: Brigitte Addington

 
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