Kinderintensivstation - Neues Gerät zur Überwachung der Hirnströme
Die Nürnberger Firma Baumüller spendete 10.000 Euro für ein EEG zur Langzeit-Überwachung von Neugeborenen auf der Kinderintensivstation. Das Gerät ermöglicht eine neue Therapie von Neugeborenen, die unter Sauerstoffmangel auf die Welt kommen. Karin Baumüller-Söder (2.v.r.) sieht ihr Unternehmen zum sozialen Engagement verpflichtet. „Mit unserer Spende können wir gezielt den Kleinsten unter den Kindern beim Start ins Leben helfen.“
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Sauerstoffmangel ist die größte Gefahr für das noch ungeborene Kind, da dies zu Schäden im Gehirn führt. „Bei einer plötzlichen Ablösung der Plazenta kann es zum Beispiel dazu kommen“, erklärt Prof. Jan-Holger Schiffmann(2.v.l.), Chefarzt des Zentrums für Neugeborene, Kinder und Jugendliche im Klinikum Nürnberg. Doch haben sich die therapeutischen Möglichkeiten bei Neugeborenen, die unter Sauerstoffmangel auf die Welt kommen, in den letzten Jahren deutlich verbessert. „Wir können bereits eingetretene Schädigungen zwar nicht mehr rückgängig machen, aber wir können weitere Schäden verhindern“, berichtet der Chefarzt. So belegen neue wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die Kühlung der Neugeborenen auf 33 bis 34 Grad Celcius gefährliche Schwellungen im Gehirn verhindert. Mit dem neuen von Baumüller gespendeten EEG können die Gehirnströme des Neugeborenen nicht nur über Tage hinweg aufgezeichnet, sondern auch während der Kühlung gezielt überwacht werden. |
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„Das Gehirn von Neugeborenen hat einen ganz eigenen Rhythmus und bedarf daher einer speziell ausgerichteten Diagnostik und Therapie“, erläutert der leitende Oberarzt und Neuropädiater Dr. Michael Fingerhut (l.). Neben dem EEG kommt ein spezielles Kühlungssystem zum Einsatz, das demnächst im Kinderzentrum eingerichtet werden wird.
Autorin/Autor: Doris Strahler

