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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 3 >> Fortbildung - Medizinisches Englisch für Ärzte

Fortbildung - Medizinisches Englisch für Ärzte

Wichtige wissenschaftliche Studien erscheinen auf Englisch und werden oft erst mit mehrmonatiger Verspätung in deutschen Fachjournalen wiedergegeben. „Um medizinisch up to date zu bleiben, muss man auf internationalen Kongressen die Referate verstehen, außerdem sind viele Fachpublikationen in Englisch“, weiß Dr. Andreas Hofschneider, Assistenzarzt in der Notaufnahme.

Um am Puls der Medizin zu bleiben, bedarf es also eines sicheren Umgangs mit vielen Fachbezeichnungen und Ausdrücken. Deswegen nahm Hofschneider an der Premiere des zweitägigen Seminars "Medical English for Physicians – English for conferences & publications" für Ärzte teil.

„Ziel dieses Seminars war es jedoch nicht, unsere ärztlichen Kollegen an Großbritannien zu verlieren, sondern das medizinisch-fachliche Englisch der Teilnehmer zu verbessern“, erläutert Karin Denzel, verantwortlich für die ärztlichen Fortbildungen im Centrum für Kommunikation, Information und Bildung (cekib).

Als große Hürde für Denzel erwies sich die Suche nach einem Referenten. Es sollte ein Arzt mit Auslandserfahrung und kein Sprachwissenschaftler sein. Mit dem Internisten Dr. Christian Herzmann aus Berlin wurde sie schließlich fündig. Er verfügt neben dem fachlichen Hintergrund über eine dreijährigen Auslandserfahrung in London. Dort hielt er auch bereits Kurse für deutsche Ärzte, die in England arbeiten möchten. Er ist Mitglied des Royal College of Physicians und engagiert sich bei der Anglo-German Medical Society. Außerdem ist Herzmann regelmäßig als Facharzt in Großbritannien tätig

Im Seminar setzten sich die Teilnehmer unter anderem mit typischen Fehlern von Deutschen mit der englischen Sprache auseinander. Texte aus medizinischen Journalen mussten übersetzt, im eigenen Englisch zusammengefasst wiedergegeben und diskutiert  werden. Auch eigene Forschungsergebnisse oder englischsprachige Veröffentlichungen konnten die Ärzte mitbringen, übersetzen und analysieren. Die Kurssprache war durchgängig Englisch.

Hofschneider war vom Seminar begeistert: „Der gesamte Ablauf des Kurses war perfekt geplant, der Referent war stets kompetent, freundlich und hoch motiviert.“ Außerdem habe man interessante Einblicke in die Medizin in England erhalten. „Angesichts der durchgängig sehr positiven Resonanz, wird es eine Neuauflage geben“, kündigt Denzel an. Das Seminar wird im  März 2010 wieder über das cekib angeboten werden und wieder mit Dr. Herzmann als Dozenten.

 

cekib

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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