Forschung - Ernährung im Alter
Wie ist die Ernährungssituation zu Hause lebender Pflegebedürftiger? Wie lässt sich ein guter Ernährungszustand bis ins hohe Alter erhalten? Wie soll bei starkem Übergewicht im Alter die Gewichtsreduktion vonstatten gehen, ohne dass zu viele Muskeln abgebaut werden?
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Es gibt noch viele weiße Flecken auf der Forschungslandkarte, wenn es um die Ernährung betagter Menschen geht. „Die Themen werden mir daher nicht ausgehen“, ist sich Prof. Dorothee Volkert ganz sicher, die zum April dieses Jahres die Stiftungsprofessur für Klinische Ernährung im Alter an der Universität Erlangen-Nürnberg angetreten hat. Die Professur wird für zunächst fünf Jahre mit insgesamt 1,2 Millionen Euro aus der Nürnberger Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert. |
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Forschen wird Volkert im Institut für Biomedizin des Alterns gleich neben dem Klinikum Nürnberg. Mit der Ernährungssituation alter Menschen hat sich die 48-Jährige bereits in vielen Forschungsprojekten beschäftigt. Federführend war sie zum Beispiel bei der Erstellung der Leitlinie „Enterale Ernährung in der Geriatrie“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie tätig, die dann von der Europäischen Gesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel übernommen und erweitert wurde.
Die Stiftungsprofessur will sie nun nutzen, um umfassende Erkenntnisse zu bekommen, wie die Ernährung mit physiologischen, biochemischen und funktionellen Aspekten des Alterns zusammenhängt und wie man Senioren vor Mangelernährung schützen kann. Langfristig will Volkert den bereits bestehenden Forschungsschwerpunkt „Ernährung im Alter“ zu einem Zentrum der Alters- und Ernährungsforschung in Deutschland ausbauen. „Dies kann nur in enger Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen, angrenzenden Disziplinen wie Gerontologen, Sport- und Pflegewissenschaftlern gelingen“, erläutert Volkert.
Prof. Dr. Cornel Sieber, Chefarzt der Geriatrie im Klinikum, Lehrstuhlinhaber in Erlangen und Leiter des Instituts für Biomedizin des Alterns, freut sich über die Besetzung der Stiftungsprofessur mit der Ernährungswissenschaftlerin: „Das ist für die Förderung der Ernährungsforschung elementar und verstärkt die interdisziplinäre Ausrichtung unserer Arbeitsgruppe, die sich bisher aus Medizinern, Naturwissenschaftlern und einer Ökotrophologin zusammensetzt.“Autorin/Autor: Bernd Siegler

