Navigation überspringen|
Drucken
Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 3 >> 10 Jahre Birkner-Stiftung - "Unsterblichkeit zu Lebzeiten"

10 Jahre Birkner-Stiftung - "Unsterblichkeit zu Lebzeiten"

Seit zehn Jahren besteht die Dr. Hans und Dr. Elisabeth Birkner Stiftung. Seitdem ist das Vermögen durch Zustiftungen von einer Million auf 1,6 Millionen Euro angewachsen. Mit Zuwendungen von über einer Million Euro konnten zahlreiche neueste Medizingeräte im Klinikum Nürnberg und ein alljährlicher Förderpreis für herausragende ärztliche Forschungsarbeiten finanziert werden.

Oberbürgermeister Dr. Urlich Maly ließ es sich zusammen mit Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann nicht nehmen, der inzwischen 83-jährigen Dr. Elisabeth Birkner persönlich für ihr Engagement zu danken. „Sie haben mit Ihrer Stiftung bereits zu Lebzeiten deutliche Spuren hinterlassen und sich ein Stück Unsterblichkeit verschafft“, lobte der Oberbürgermeister. Für das Jubiläum ihrer eigenen Stiftung hatte Dr. Birkner ein Präsent parat: Sie erhöhte den Vermögensgrundstock um weitere 100.000 Euro auf nun mehr 1,7 Millionen Euro.

Dr. Elisabeth Birkner sieht ihr Leben als „ein Leben für die Medizin“. Nicht nur ihre fachärztliche Ausbildung zur Gynäkologin absolvierte sie im Klinikum, sie lernte dort auch ihren Mann, Dr. Hans Birkner, kennen. Er war bereits seit 1946 als Chirurg im Städtischen Klinikum tätig und wurde 1976 dessen Ärztlicher Direktor. Das Ehepaar wohnte sogar fünf Jahre auf dem Klinikum-Gelände.

Zum Geburtstag ein Scheck über 100.000 ?
 

Da in ihrem Leben das Klinikum Nürnberg stets eine herausragende Rolle spielte, kommen die Ausschüttungen der Stiftung dem Klinikum zu gute. Sieben Jahre nach dem Tod ihres Mannes 1992 rief Dr. Elisabeth Birkner diese Stiftung ins Leben – ganz gemäß ihrer Familientradition. „Ich bin schon die Dritte in meiner Familie, die eine Stiftung gegründet hat“, betont sie. Vorgänger der Birkner-Stiftung sind die 1907 gegründete Frieda-Schramm-Stiftung und die Dr.-Fritz-Erler-Stiftung von 1987.

Als Beispiele ihrer Förderung nannte Klinikum-Vorstand Estelmann die Anschubfinanzierung eines so genannten vollautomatischen Immunfärbeautomaten für die Klassifikation und Typisierung von bösartigen Tumoren, die Anschaffung der Kapselendoskopie in der Gastroenterologie, eines Videosystems für die Urologie und eines Navigationssystem für die Durchführung von Operationen an der Schädelbasis für die Hals-Nasen-Ohren-Klinik. Auch am Kauf des innovativen Hochleistungslasers für Tumoroperationen an Leber oder Lunge (siehe Titel) beteiligte sich die Stiftung maßbeblich.

Seit 2000 wird zudem alljährlich der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis der Stiftung für ärztliche Forschungsarbeiten verliehen. Diesen erhielt zuletzt Dr. Klaus Pfeiffer, Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin. Er entwickelte als Leiter einer Forschergruppe ein effektives Steuerungsverfahren von Teilnarkosen mit Ultraschall. Außerhalb der Stiftung spendete Dr. Birkner für die „Kunst am Bau“ im 2003 eingeweihten neuen chirurgischen Zentrum im Klinikum Nord, dem Dr. Hans Birkner Haus, insgesamt 610.000 Euro.

Estelmann freute sich, dass Dr. Elisabeth Birkner „das Klinikum nie vergessen“ habe. So manche Medizingeräteinnovation sei angesichts der engen finanziellen Rahmenbedingungen der Krankenhäuser „nur mit Hilfe einer solch großzügigen Förderung möglich“.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen