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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 2 >> Institut für Sportmedizin - Gesund und fit durchs Leben

Institut für Sportmedizin - Gesund und fit durchs Leben

Ärzte sollten Turnschuhe verschreiben dürfen. Am besten, bevor es zu ernsthaften Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt kommt. Bewegung und Sport können dies nachweislich verhindern, allerdings schützt ein guter Vorsatz nicht vor Unkenntnis und falschem Verhalten. Experten im Bereich Gesundheitspflege, Rehabilitation und Prävention sind die Mitarbeiter des Instituts für Sportmedizin im Klinikum Süd, das jetzt sein fünfjähriges Bestehen feiert.

?Zu unseren Kunden?, erläutert der Krankenpfleger und Lauftherapeut Werner Bruns, ?zählen Kinder, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene, darunter der Manager, der sich gesundheitlich auf Herz und Nieren prüfen lässt, oder der Sportanfänger ebenso wie der Profisportler, der sich einem Leistungscheck unterzieht.? Im letzten Jahr waren es rund 2.500 Untersuchungen und Beratungsgespräche, Tendenz steigend.

Sportmediziner, Orthopäden, Ernährungsberater, Internisten und Kardiologen stehen im Institut mit Rat und Tat zur Seite. Ein großer Vorteil ist die enge Anbindung und Kooperation mit anderen Einrichtungen des Klinikums wie dem Ambulanten-Reha-Zentrum (A.R.Z.) oder der Impfberatung des Klinikums, wenn z. B. eine Fernreise sorgfältig vorbereitet werden soll. Nicht zuletzt gibt es ein spezielles Angebot an Gesundheitskursen bei Rückenschmerzen, zur gezielten Muskelentspannung, Nordic Walking oder vorbeugendem Lauftraining.

Fitnesscheck: Die Daten beim Laufen auf dem Laufband mit stufenweiser steigender Belastung geben wichtige Hinweise auf den Trainingszustand und für den individuellen Übungsplan
 

Der Sportwissenschaftler Michael Tuttor betreut häufig ambitionierte Sportler, die sich einer Leistungsdiagnose unterziehen und eine Trainingsberatung erwarten. Eine erprobte Methode dazu ist die Analyse der Atemgase unter Belastung, die so genannte Spiroergometrie. ?Üblich dafür ist ein klassischer Stufentest auf dem Fahrrad-Ergometer oder auf dem Laufband, bei dem man eine Atemmaske trägt?, berichtet Tuttor.

Die Belastung in Stufen, also mit Pausen und dann steigender Beanspruchung, überwacht er über verschiedene Monitore und anhand ausgewählter Größen wie Atemvolumen, Puls oder Laktatwerte (Salz der Milchsäure) im Blut. Die Daten geben dann wichtige Hinweise auf den Trainingszustand des Probanden und sind die Grundlage für das abschließende Gespräch. ?Ein häufiger Fehler ist?, beobachtet Tuttor, ?dass zu viel und zu schnell trainiert wird. Hier setzen wir mit unserer Beratung an und geben Empfehlungen für einen klugen Einstieg in den Sport bis hin zu einem individuellen Trainingsplan und Gesundheits-Coaching.?

Das persönliche Gespräch sieht der Sportwissenschaftler auch als Chance, falsche Wunschvorstellungen zurechtzurücken oder Fitness-Lügen zu entlarven: ?Das fängt bei einer einseitigen Ernährung mit Energieriegeln an und reicht bis zum Traum vom schnellen Gewichtsverlust, sobald jemand sportlich aktiv ist.? Hier bietet das Institut für Sportmedizin eine ausführliche Beratung an und informiert über gezieltes Abnehmen und gesunde Ernährung oder die richtige Kost vor und während eines Wettkampfes.            

 

Das Institut für Sportmedizin im Klinikum Nürnberg Süd ist per E-Mail unter is@klinikum-nuernberg.de oder unter Tel. (0911) 398-5630 zu erreichen.

Autorin/Autor: Axel Bredehöft

 
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