Liebe Leserin, lieber Leser
Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland die führende Todesursache sowohl bei Männern als auch bei Frauen und werden es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation weltweit auch im Jahr 2020 noch sein.
Umso mehr sorgt die Diskussion in den Medien über die richtige Therapie bei der Verengung von Herzkranzgefäßen für Irritation. Bypass oder Stent ist da die Frage und es ist offenbar oft eine Frage des Geschäfts und der Konkurrenz zweier Fachdisziplinen und nicht eine Frage der Diagnose. Im Klinikum gibt es ? siehe die Titelgeschichte ? dagegen wöchentliche Kardiokonferenzen. Während anderswo Herzchirurgen und Kardiologen konkurrieren, bewerten im Klinikum beide Fachdisziplinen gemeinsam die Diagnose von Patienten und legen die Therapie fest.
Diese enge Zusammenarbeit zwischen Kardiologie, Herzchirurgie und Gefäßchirurgie wird bald in einem eigenen Herz-Kreislauf-Zentrum vor dem Klinikum Nürnberg Süd stattfinden. Die Planungen für den Bau laufen bereits auf Hochtouren. Der Neubau ist notwendig, weil zum Beispiel in der Herzchirurgie im letzten Jahr über 1.000 große Operationen am Herzen durchgeführt wurden (S. 11). Was es mit der Bildung von kardiologischen Netzwerken auf sich hat und wie das Leben mit einer Herzklappen-Prothese konkret aussieht, finden Sie auf den Seiten 6 und 10.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

