Heil- und Wildkräuter - Der Bruder der Geranie
Nur wenige Menschen kennen den Stinkenden Storchenschnabel, den nicht so wohlriechenden kleinen Bruder der stolzen Geranie, die man sich bald wieder auf den Balkon holt. Beide Arten besitzen jedoch das gleiche Familienmerkmal: Ihre Frucht gleicht dem Schnabel eines Storches.
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Der zerbrechlich aussehende Stinkende Storchenschnabel (Geranium robertianum) mit kleinen rosafarbigen Blüten mag schattige Wälder, Mauern und Hinterhöfe. Früher wurden die Wurzeln in Hungerszeiten als Gemüse gegessen, was der Pflanze auch den Namen Himmels- oder Notbrot einbrachte. Aufgrund des eigenartigen Geruchs (ätherisches Öl) der zerriebenen Blätter wird das Kraut auch als Stechmücken abwehrende Pflanze angesehen. In der Homöopathie leistet die Urtinktur bei psychisch bedingten akuten Schockzuständen oder bei den Nachwirkungen vergangener Schocks wertvolle Hilfe. Die spitz zulaufende Frucht der Pflanze ist blutrot überzogen und erinnert an eine Stichwaffe oder einen Insektenstachel in Aktion. In der Naturheilkunde wird sie innerlich bei Durchfall verwendet. Auch bei chronischen Entzündungen des Magen-Darm-Traktes und bei Zahnfleischentzündungen wird sie eingesetzt. Durch ihre stoffwechselanregende Wirkung wird der Lymphfluss aktiviert. Für einen Storchenschnabel-Wein füllt man ein gesäubertes Schraubglas zur Hälfte mit dem frisch gepflückten Heilkraut. Die Pflanzenteile werden dann mit einem guten Rotwein übergossen, bis sie bedeckt sind. Nach etwa zwei Wochen abgießen und bei Bedarf ein Likörglas vor dem Frühstück einnehmen. |
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Nähere Informationen bei Brigitte Addington (zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester) beim Zentrum für Kräuterkundige weltweit, www.sonnetra.de, Tel. (09131) 9317296.
Autorin/Autor: Brigitte Addington

