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10 Jahre KlinikumZeitung - ?Informationen aus erster Hand?

Die KlinikumZeitung feiert Jubiläum. Vor zehn Jahren, im Frühjahr 1999, erschien die erste Ausgabe. Es war ein dünnes, vierseitiges Blatt im Zeitungsformat in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Seitdem hat sich das Medium kontinuierlich weiter entwickelt. Heute erscheint die KlinikumZeitung viermal im Jahr mit jeweils 16 Seiten und einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Sie richtet sich längst nicht mehr nur an die Mitarbeiter des Klinikums, sondern auch an die Patienten, deren Angehörige und Besucher sowie an alle, die sich für Gesundheitsthemen interessieren. Nur eines ist geblieben: Die KlinikumZeitung ist immer noch nicht vierfarbig und bunt, sondern duochrom, blau gefärbt. Blau ist die Farbe des Klinikums.

?Damit unterscheidet sich die KlinikumZeitung schon rein äußerlich von der Vielzahl an Druckerzeugnissen, die auf den Markt geworfen werden?, erläutert Peter Petrich, Pressesprecher des Klinikums. Er war es auch, der vor zehn Jahren im Vorwort der ersten Ausgabe die Frage nach dem Warum dieser Zeitung beantwortete: ?Wir wollen mit der Zeitung kein halbamtliches Verlautbarungsorgan sein. Transparenz zu schaffen, ist oberstes Ziel, damit das Klinikum mit seinen mehr als 40 Kliniken und Instituten nicht zum anonymen Unternehmen wird.? Die Gesamtzahl der Kliniken und Institute ist zwar inzwischen auf 36 gesunken, dafür sind viele interdisziplinäre Zentren dazugekommen, aber der Anspruch ?Transparenz zu schaffen?, ist bis heute gleich geblieben.

Die ersten Anfänge dazu gehen ins Jahr 1982 zurück. Um die Mitarbeiter zu informieren, wurde die ?Kh-Information? ins Leben gerufen. Damals war das Klinikum noch kein Kommunalunternehmen, sondern gehörte direkt zur Stadt. Die ?Kh-Information? wurde daher vom damaligen Referat VIII der Stadtverwaltung, dem Gesundheitsreferenten, verantwortet. Seit 1986 war Roswitha Weidenhammer verantwortlich dafür, die Beiträge für die zwölf DIN A4-Seiten teilweise zu schreiben, zu sammeln und an das Presseamt der Stadt weiterzuleiten. Dort wurde noch einmal Korrektur gelesen, dann ging das Blatt in Druck.

 

Im Oktober 1993 erarbeitete Weidenhammer das Konzept für eine eigene Mitarbeiterzeitung des Klinikums, den ?blickpunkt klinikum?. ?Beim Titel orientierte ich mich damals an der Sportsendung ?Blickpunkt Sport? im Bayerischen Fernsehen. Er passte, denn das Klinikum stand immer im Blickpunkt der Menschen in der Stadt und in erster Linie natürlich der Mitarbeiter?, erzählt sie. Seit Dezember 1993 erschien nun viermal im Jahr der ?blickpunkt?. Auf 20 DIN A4-Seiten mit roten Überschriften und Schwarzweiß-Fotos erhielten die Mitarbeiter Informationen über das gesamte Klinikum. Die Redaktion oblag einer ?Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit?. ?Wir waren engagierte Laien, aber keine Journalisten?, berichtet Weidenhammer.

 Das änderte sich mit der Neustrukturierung des Klinikums als Kommunalunternehmen Anfang 1998. Neben vielen Änderungen wie beispielsweise der kooperativen Klinikleitung aus Chefarzt und Pflegedienstleitung, der Budgetierung der dezentralen Einheiten oder dem Beginn der baulichen Umgestaltung des gesamten Klinikums Nord, erhielt das Klinikum eine eigenständige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Peter Petrich gab es, lange bevor andere Krankenhäuser diesen Schritt vollzogen, einen hauptamtlichen Pressesprecher.

Petrich intensivierte die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und entwickelte zusammen mit einem Grafiker, einer Fotografin und einem Texter das Konzept einer ?Zeitung des Klinikums?. Nach der Nullnummer im Frühjahr 1999 erschien im gleichen Jahr noch eine zweite Ausgabe, dieses Mal schon mit sechs Seiten in einer Auflage von 4.500 Exemplaren und der Grundsteinlegung des Dr. Birkner-Hauses als Titelgeschichte.

Stetig entwickelte sich die ?Klinikum Zeitung?, wie sie heute heißt, weiter. Mit Bernd Siegler kam ein langjähriger Journalist als ?Chef vom Dienst? an Bord, weitere feste freie Mitarbeiter sowie Doris Strahler als Mitarbeiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit folgten (siehe Interviews auf Seite 8/9). Die Seite 3 wurde zur Reportage-Seite, die einen Blick hinter die Kulissen des Klinikums wirft, die normalerweise verborgen bleiben ? Küche, Labor, , Zentrallager, Notaufnahme oder das Institut für Biomedizin des Alterns. Nach und nach wurden Rubriken wie ?Internet-Tipp?, ?Buch-Tipp?, ?Daten und Fakten? oder zuletzt der ?Rezept-Tipp? aus der Klinikum-Küche eingeführt. In der ?Mitarbeiterumfrage? werden in jeder Ausgabe Mitarbeiter aller Berufsgruppen und Hierarchien zu Themen befragt, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Die umfangreichen Leistungen und Angebote eines Krankenhauses mit 36 Kliniken und Instituten, mit 5.500 Mitarbeitern, die in 2.200 Betten im Jahr 90.000 Patienten stationär und weitere knapp 70.000 Patienten ambulant betreuen, ließen den Umfang der KlinikumZeitung schnell auf acht, zehn, zwölf und schließlich 16 Seiten anwachsen. Zielgruppe waren längst nicht mehr nur die Mitarbeiter. Da die Zeitung nicht nur innerhalb des Klinikums, sondern auch im Rathaus, im Bildungszentrum, in Apotheken und Kulturläden viele Leser fand, wurde auch die Auflage kontinuierlich erhöht. Heute sind es 15.000.

?Es geht nicht nur darum, über Leistungen und Angebote eines der größten kommunalen Krankenhäuser Europas zu informieren, sondern auch der großen und damit anonymen Institution Klinikum ein Gesicht zu geben, also die Menschen, die mit ihrem Engagement und ihrer Kompetenz diese Angebote ermöglichen, sichtbar werden zu lassen?, erläutert Siegler. Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann ist froh, ein solches Medium zu haben: ?Der informierte Patient von heute will Bescheid wissen, wie Prävention, Diagnose und Therapie ablaufen. Mit der KlinikumZeitung bekommt er dazu Informationen aus erster Hand.?

Autorin/Autor: Bernv Siegler

 
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