Nürnberger Herz-Tage - Netzwerke und Kooperationen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen weiterhin die Todesursache Nr.1 in Deutschland dar. Für Kardiologie-Chefarzt Prof. Matthias Pauschinger ist es daher wichtig, ?neue Entwicklungen gemeinsam zu diskutieren und in Zeiten immer komplexer werdender Therapien den Schulterschluss zwischen allen Beteiligten zu suchen.? Dementsprechend bildete die fachübergreifende Zusammenarbeit im Krankenhaus, die enge Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinik sowie die Bildung von Netzwerken einen Schwerpunkt der ersten ?Nürnberger Herz-Tage?. Mehr als 500 Kardiologen, Hausärzte und Pflegekräfte informierten sich dabei im Germanischen Nationalmuseum über die neuesten Entwicklungen in Diagnostik und Therapie bei erkrankten Herzklappen und Herzkranzgefäßen, Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern.
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Als zukunftsweisendes Beispiel für eine fachübergreifende Zusammenarbeit führte Chefarzt Pauschinger das Herz-Kreislauf-Zentrum an, dessen Bau im Klinikum Nürnberg Süd noch im Herbst dieses Jahres beginnen wird. In diesem Zentrum sollen künftig Gefäßchirurgie, Herzchirurgie und Kardiologie eng zusammenarbeiten. ?Wir bündeln damit unser Know-how und schaffen für die betreffenden Patienten eine zentrale Anlaufstelle?, betonte Dr. Dr. Günter Niklewski. Er ist als Mitglied der Klinikumsleitung verantwortlich für den Bereich Strukturentwicklung und Medizin. Weiteren Mut zu notwendigen Veränderungen mahnte Dr. Gerhard Knorr in seiner Funktion als Leiter der Abteilung Krankenhausversorgung im Bayerischen Staatministerium für Umwelt und Gesundheit an: ?Es darf keine Denkverbote geben. Vieles, was vor zehn Jahren kaum vorstellbar war, ist heute Realität.? Im andauernden Spannungsverhältnis zwischen medizinischem Fortschritt und begrenzten finanziellen Ressourcen käme es mehr denn je auf Kooperationen an: ?Die Versorgung der Patienten dürfe weder an Grenzen innerhalb eines Unternehmens, einer Kommune noch an Landesgrenzen scheitern.? |
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Das Klinikum Nürnberg sieht Knorr dabei auf einem guten Weg, der nicht nur in Bayern, sondern auch deutschlandweit Anerkennung finden würde. Beste Beispiele dafür seien die Übernahme der Kliniken im Nürnberger Land, um die Versorgung der Patienten auch im ländlichen Raum zu sichern sowie das Netzwerk STENO, eine Zusammenarbeit von 14 Kliniken in Nordbayern für eine telemedizinische Versorgung von Schlaganfall-Patienten.
Autorin/Autor: Axel Bredehöft

