Gedichtband - Lyrik als Therapie
?Es gibt viel zu danken, dafür, dass das Ende gut wurde und dennoch nicht das Ende ist, sondern der Anfang zum späten Leben. Mit 53 Jahren spielt Zeit jetzt für mich keine Rolle mehr, jeder Tag ist wunderbare Zugabe und ich fühle mich alterslos ...?
Mit dem Buch ?lyrisches ich ?worte und bilder? hat Elfriede Prückel-Weiß die Geschichte ihrer Krankheit und Lebenskrisen als Geschichte von Brüchen und Wendepunkten aufgearbeitet. Sie erkrankte an Leukämie, war lange im Klinikum Nürnberg als Patientin u.a. in der Onkologie und der Gastroenterologie und erhielt 1998 die für sie völlig überraschende Mitteilung, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hätte. ?Nur noch 365 Tage, das begreift man nicht, das war ein Schock?, berichtet die heute 54-Jährige. Sie begann, ?mit Wortspielen und bildhafter Darstellung einer höchst intensiven Zeit Gestalt zu geben; dem Grauen die Hoffnung, dem Sterben die Auferstehung und der Sinnlosigkeit das Neuland gegenüber zu stellen?. Satz und Photos ihres 112 Seiten starken Buches machte sie selbst und ließ es bei einer Druckerei in Hersbruck drucken. Das Buch kann man nun für 17 Euro bei ihr direkt beziehen: Elfriede Prückel-Weiß, Wiesenweg 3, 90518 Altdorf.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

