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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 2 >> Dr. Birkner-Preis - Effektive Steuerung der Narkose per Ultraschall

Dr. Birkner-Preis - Effektive Steuerung der Narkose per Ultraschall

Die Angst vor Schmerzen spielt bei vielen Patienten vor der Operation eine große Rolle. Die richtige Narkose ist entscheidend, um Schmerzen erst gar nicht entstehen zu lassen. In den meisten Fällen ? etwa bei drei von vier Eingriffen ? wird eine Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) durchgeführt; für jede vierte Operation ist eine Teilnarkose (Regionalanästhesie) ausreichend. Dies gilt vor allem für Operationen an Hand, Arm oder Bein.

Für eine im Klinikum entwickelte ultraschallgesteuerte Blockade der Nerven des Armes über die Achselhöhle hat nun Oberarzt Dr. Klaus Pfeiffer von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin als Leiter der klinischen Forschergruppe Regionalanästhesie den diesjährigen Preis der Dr. Hans und Dr. Elisabeth Birkner Stiftung erhalten. Der Dr. Birkner-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Bei der Teilnarkose ist es wichtig, das Betäubungsmittel möglichst nah an die entsprechenden Nervenbahnen zu spritzen, damit es diese umspülen und blockieren kann. Ist der Abstand zu groß, werden die Nerven nicht blockiert und die Narkose versagt. Seit rund acht Jahren macht die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin gute Erfahrungen mit einer ultraschallgesteuerten Teilnarkose, ein Verfahren, das sie als eine der ersten Kliniken selbst entwickelt hat.

Für seine Arbeit über eine ultraschallgesteuerte Narkose erhielt Anästhesie-Oberarzt Dr. Klaus Pfeiffer (re.) zur Freude von Klinikum-Vorstandsmitglied Dr. Dr. Günter Niklewski aus den Händen von Dr. Elisabeth Birkner den diesjährigen Preis
 

War es mit herkömmlichen Techniken nur möglich festzustellen, ob die Nadelspitze im Bereich der Nerven liegt, können die Narkoseärzte über Ultraschall nicht nur die Nadel sehen, sondern auch die Verteilung des Betäubungsmittels beobachten. Bei Bedarf können sie die Position der Nadelspitze sogar korrigieren. Wie gut die Ergebnisse dieser Narkosetechnik sind, hat die klinische Forschergruppe Regionalanästhesie nachweisen können.

?Am Beispiel der Handchirurgie konnten wir mit diesem Verfahren bessere Ergebnisse nachweisen, als sie für andere Methoden angegeben sind?, erläutert Pfeiffer, der Leiter der Forschergruppe. So wurde bei 83 von insgesamt 86 untersuchten Patienten der Studie die für den Eingriff erforderliche Betäubung vollständig erreicht, nur in drei Fällen musste noch ein Narkosemittel am unteren Arm gespritzt werden. In keinem der Fälle hatte die Betäubung versagt.

?Würden wir bei dieser Methode auf die Ultraschallsteuerung verzichten?, so der Oberarzt, ?hätten wir sehr viel schlechtere Werte. So aber haben wir eine sehr hohe Patientenzufriedenheit, einen niedrigeren Verbrauch an Material verbunden mit einem geringeren zeitlichen Aufwand, der sich im Operationssaal schnell rechnet.?

Autorin/Autor: Axel Bredehöft

 
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