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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 1 >> Absolvententreffen - 40 Jahre nach dem Examen

Absolvententreffen - 40 Jahre nach dem Examen

?Ich setze mich wieder auf meinen alten Platz?, ruft die ältere Dame und lässt sich in der fünften Reihe im Hörsaal im Klinikum Nürnberg Nord nieder. Zum letzen Mal saß Irmgard Blumenthal vor 40 Jahren hier, als sie ihr Krankenpflegeexamen schrieb ?außer ihr sind 25 weitere Ehemalige des Examensjahrganges 1968 gekommen. Sogar eine Unterrichtsschwester von damals ist bei dem Treffen noch mit von der Partie. Im Hörsaal herrscht eine aufgeregte Stimmung des Wiedersehens.

Nach der Begrüßung führt Deomar Funke von der Bauplanung des Klinikums die Pflegekräfte durch das Klinikgelände, damit sie sich ein Bild von den Veränderungen ihrer ehemaligen Wirkungsstätte machen können. ?Mein Gott, hier habe ich damals angefangen?, ruft Blumenthal, ?Bau 2, das war meine erste Station, das vergesse ich nie.? Erinnerungen überwältigen die mittlerweile pensionierte Leiterin der Krankenpflegeschule Neustadt/

Aisch. Erinnerungen auch an einen weniger liberalen Geist, der damals im Wohnheim herrschte: ?Da gab es eine Stempeluhr, damit man Kontrolle darüber hatte, wann wir nach Hause kamen.? Ins Schwärmen gerät sie, wenn sie an die Beschäftigungssituation damals denkt. Sie erzählt, dass die frisch Examinierten eine Prämie von tausend Mark erhielten, wenn sie sich für zwei Jahre im Klinikum verpflichteten. ?Das war viel Geld damals!?

Erinnerungen: 40 Jahre nach ihrem Examen schauten sich die ehemaligen Krankenpflegeschüler im Klinikum um
 

Auch Karl-Heinz Meder und Karl-Heinz Fritzsche denken an ihre ersten Dienstjahre zurück. Sie haben nicht nur den Vornamen gemeinsam, sie sind auch ihren ganzen beruflichen Weg zusammen gegangen. Begonnen hat es im damaligen Bau 5, heute Haus 8. ?Das war damals die erste reine Männerstation, die nur mit männlichen Pflegern besetzt war. Wegen der Vorurteile achteten wir immer darauf, dass unsere Station die sauberste war und waren stolz darauf?, so Meder. Jahre später wechselten die beiden sogar die Arbeitsstelle gemeinsam.

Es ist nicht die einzige Freundschaft fürs Leben, die sich vor 40 Jahren hier begründet hat. Die Ehemaligen treffen sich in einem regelmäßigen Turnus und halten immer noch Kontakt, auch wenn es manche von ihnen in die weite Welt verschlagen hat. Eine Krankenschwester lebt heute in St. Petersburg, ein anderer Pfleger arbeitete lange Zeit in Afrika. Viele sind im Unterricht geblieben, so auch Christian Käb, der heute noch im Klinikum tätig ist.

Der Rundgang endete schließlich im Museum des Klinikums ? und die Teilnehmer freuten sich auf das gemeinsame Mittagessen in ihrer alten Stammkneipe ?Zum Moritz?, wo sie noch viele Gemeinsamkeiten aus alten Zeiten vertiefen konnten.          

Autorin/Autor: Justina Mehringer

 
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