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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 1 >> Schuppenflechte - Salben, Licht und Biologics

Schuppenflechte - Salben, Licht und Biologics

Die Schuppenflechte beruht auf einer so genannten systemischen Erkrankung, bei der das Immunsystem auf bestimmte Reize übermäßig stark reagiert. Die Haut entzündet sich, häufig bilden sich silberweiße, geschichtete Schuppen, bei deren Entfernung es zu punktförmigen Blutungen kommen kann. Die Auslöser dafür sind vielfältig: ?Sicher spielt eine genetische Veranlagung eine große Rolle?, erläutert Dr. Dirk Debus, Oberarzt der Hautklinik, ?aber auch Infektionen wie eine Mandelentzündung oder Medikamente wie zum Beispiel manche Blutdrucksenker können ein auslösender Faktor sein.?

Die Krankheit tritt bei Patienten oft schon im Alter von 20 bis 30 Jahren auf, die stärkste Ausprägung ist im Alter von 50 bis 60 Jahren zu beobachten. ?Das andere Aussehen?, betont Prof. Erwin Schultz, Chefarzt der Hautklinik, ?stigmatisiert allzu häufig die betroffenen Menschen, führt zu Schwierigkeiten in Partnerschaft, Familie und Beruf und kann bei einem Rückzug in die Isolation enden.? Ein häufiges Vorurteil spielt dabei eine große Rolle, denn entgegen der häufig verbreiteten Meinung ist die Schuppenflechte nicht ansteckend.

Neben den bewährten Therapien mit speziellen Salben und Licht, setzt die Hautklinik in der Behandlung auch systemische Medikamente ein, die das Immunsystem in seiner Überreaktion bremsen. Seit einigen Jahren - und in besonders schweren Fällen - kommen auch so genannte Biologics zum Einsatz: Das sind Antikörper, die bestimmte Botenstoffe im Körper blockieren. Laut Schultz geht es bei den Therapien weniger um die kurzfristige Befreiung von Symptomen, sondern vielmehr darum, das äußere Erscheinungsbild langfristig zu verbessern und damit Patienten eine höhere Lebensqualität zu bieten.

Kooperation: Chefarzt Prof. Erwin Schultz (re.) und Oberarzt Dr. Dirk Debus von der Hautklinik arbeiten mit Dr. Gabriele Lichti, Chefärztin der Physikalischen Medizin, bei der Psoriasis Arthritis eng zusammen
 

Wie engmaschig ein Versorgungskonzept aussehen kann, zeigt die Kooperation der Hautklinik mit der Klinik für Physikalische Medizin angesichts der psoriasis arthritis, einer Schuppenflechte, die mit einer rheumatischen Gelenkerkrankung einhergeht: ?Für den Erfolg einer Behandlung ist es sehr wichtig?, so die Chefärztin Dr. Gabriele Lichti, ?zusammen mit den Dermatologen abzugrenzen, um welche Erkrankung es sich genau handelt.? Denn besonders im Anfangsstadium würden rheumatische Gelenkerkrankungen Ähnlichkeiten aufweisen, aber eine ganz andere Therapie erfordern.

 

Hautklinik

Autorin/Autor: Axel Bredehöft

 
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