Aufgabe der Palliativmedizin ist es, unheilbar kranke Menschen vor ihrem nahenden Tod medizinisch zu betreuen. Dabei stehen weder die Heilung des Patienten noch die Lebensverlängerung um jeden Preis im Zentrum des medizinischen Handelns.
Seit fünf Jahren gibt es im Dr. Hans Birkner-Haus die Palliativstation. Mit ihren 13 Einzelzimmern ist sie die größte Einrichtung dieser Art in Nordbayern. ?Unser Ziel ist es, die akuten Beschwerden wie Luftnot, Übelkeit oder Schmerzen unserer Patienten zu lindern und ihnen wieder eine Rückkehr in den häuslichen Bereich zu ermöglichen?, erläutert Dr. Gerda Hofmann-Wackersreuther. Den Patienten soll dadurch die Chance gegeben werden, ihre letzten Wochen und Monate möglichst selbstbestimmt zu gestalten.
Die Oberärztin leitet die Palliativstation, in der pro Jahr etwa 400 Patienten betreut werden. Durchschnittlich zehn Tage bleiben die unheilbar kranken Menschen auf der Station. In dieser Zeit versorgen speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte die Palliativpatienten und werden darin von einem Team verschiedener Fachkräfte aus Anästhesiologie, Psychosomatik, Physikalischer Medizin bis zu Seelsorgern und Sozialpädagogen unterstützt. Dr. Alfred Estelmann, Vorstand des Klinikums, sieht in der Palliativstation ?einen ganz wichtigen Baustein für eine menschliche Medizin?.
?Es geht um ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt?, betont Hofmann-Wackersreuther. Angesichts der in den letzten Jahren stetig gestiegenen Auslastung der Palliativstation und spürbarer Unterstützung seitens der Krankenkassen und des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit wird die Station auf insgesamt 21 Einzelzimmer erweitert.Autorin/Autor: Axel Bredehöft
