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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2009 >> Ausgabe 1 >> Krankenhausfinanzierung - Aktive Mittagspause

Krankenhausfinanzierung - Aktive Mittagspause

Nach der Großdemonstration mit 130.000 Teilnehmern Ende September in Berlin protestierten bundesweit am 18. November rund 100.000 Mitarbeiter von Krankenhäusern in einer ?aktiven Mittagspause? für eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der deutschen Kliniken. An den beiden Standorten im Norden und Süden der Stadt beteiligten sich rund 350 Mitarbeiter des Klinikums Nürnberg an dieser Aktion des Bündnisses ?Rettung der Krankenhäuser?.

?Die Deckelung der Budgets muss endlich aufgehoben werden?, lautete die zentrale Forderung der Personalratsvorsitzenden Elke Härtel. Allein um die Lücke zu schließen, die die Personalkostensteigerungen der Jahre 2008 und 2009 in die Budgets der Krankenhäuser reißen, fehlen 6,7 Milliarden Euro. Die Bundesregierung gesteht jedoch nur 3,2 Milliarden Euro zu. ?Und nun will auch noch der Spitzenverband der Krankenkassen 1,3 Milliarden Euro wieder herausrechnen. Das ist nicht hinnehmbar?, betonte Peter Schuh, in der Klinikumleitung für den Bereich ?Personal und Patientenversorgung? verantwortlich.

Edith Meyer vom DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) und Markus Kosmal, Auszubildender und Jugendvertreter, thematisierten die zunehmende Arbeitsverdichtung in der Pflege und forderten zusätzliche Stellen für eine bessere Patientenbetreuung. Oberärztin Dr. Heidemarie Lux vom Marburger Bund mahnte bei der Politik ?vernünftige Rahmenbedingungen für ein Überleben der Krankenhäuser? an. ?Wir werden ausgepresst wie Zitronen? beklagte sich Andrea Brinker-Paschke, Stationsärztin der Kardiologie.

: Krankenhausfinanzierung: Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann hält fortlaufende Aktionen bis zur Bundestagswahl 2009 für wichtig
 

Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann appellierte an die Mitarbeiter, mit ?fortlaufenden Aktionen bis zur Bundestagswahl 2009? auf eine leistungsgerechte Finanzierung der Krankenhäuser zu dringen. Mit Blick auf die Milliardenunterstützung für die angeschlagenen Banken und die Automobilindustrie forderte Estelmann mehr Geld für den Gesundheitsbereich, der schließlich ?Wachstumsfaktor Nummer eins? sei. ?Heute ist anscheinend?, so der Klinikum-Vorstand, ?die Gesundheit des Kapitals wichtiger als die Gesundheit der Bürger, das muss sich wieder umkehren.?         

 

Weitere Informationen unter www.rettung-der-krankenhaeuser.de.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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