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Mitarbeiterumfrage zum Thema: - 2009 ? ein Jahr der schlechten Nachrichten?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der weltweiten Finanzkrise und der heraufziehenden Rezession das Jahr 2009 zum ?Jahr der schlechten Nachrichten? erklärt. Was erwarten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Nürnberg vom Jahr 2009?

 

Anna Meier (45), Chefarztsekretärin in der Plastischen Chirurgie im KNS, seit 16 Jahren im Klinikum:

Ich gehe das neue Jahr entspannt an, obwohl es natürlich angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Prognosen für die Zukunft nur besser werden kann. Aber ich kann es nicht beeinflussen, also muss ich versuchen, das Beste daraus zu machen. Und es gibt ja immer noch die Hoffnung und die stirbt bekanntlich zuletzt. Ein Jahr zu einem ?Jahr der schlechten Nachrichten? auszurufen, ist jedenfalls wenig hilfreich.

 

Martin Kleinow (21), Zivildienstleistender in der Notaufnahme im KNN, seit drei Monaten im Klinikum:

Ich sehe dem neuen Jahr mit gemischten Gefühlen entgegen, bei uns in der Familie bekommen wir die Probleme in der Wirtschaft derzeit schon aus nächster Nähe mit. Es wird zwar länger dauern, bis es insgesamt wieder aufwärts geht, aber mit ein bisschen Optimismus lässt sich die Situation leichter ertragen und in Griff bekommen.

 

Dorothee Böttcher (32), Assistenzärztin in der Frauenheilkunde im KNS, seit zwei Monaten im Klinikum:

Ich gehe sehr gut ins Jahr 2009. Ich habe hier eine Stelle bekommen, bin gerade von Regensburg nach Nürnberg gezogen, und es gefällt mir richtig gut hier. Bisher entspricht alles meinen Erwartungen, was will man mehr. Natürlich wird es im Gesundheitswesen insgesamt etwas schwieriger werden, aber es muss einfach ein Umdenken her, was die Ansprüche betrifft. Da muss sich zum Beispiel einiges ändern.

 

Claudia Schuck (43), Lehrerin für Pflegeberufe und Pflegewissenschaften am Centrum für Pflegeberufe, seit 13 Jahren im Klinikum:

Ich gehe eigentlich immer optimistisch in die Zukunft, unabhängig davon, was die Bundeskanzlerin erzählt. Ich denke mir, es geht immer irgendwie weiter und man findet schon einen Weg, der der richtige ist. Natürlich geht das Gesundheitswesen schweren Zeiten entgegen, aber es kommt halt dann darauf an, wie man sich positioniert, um zukunftsfähig zu sein.

 

Anna Schaller (24), Medizinisch-Technische Assistentin im Institut für Klinische Chemie im KNS, seit fünf Jahren im Klinikum:

Ich gehe voller Optimismus ins neue Jahr. Ich habe eine große Reise vor mir, nach Florida soll es gehen. Außerdem kann man sich doch auch immer an kleinen Dingen erfreuen. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wozu es gut sein soll, ein Jahr der schlechten Nachrichten auszurufen.

 

Dr. Marlies Götz-Schupp (56), Oberärztin für Endokrinologie in der

Gastroenterologie im KNN, seit 30 Jahren im Klinikum:

Ich hoffe einfach, dass es besser wird, sehe aber, dass wir in Wirtschaft und Gesundheitswesen kritischen Zeiten entgegengehen. Ich werde versuchen, mein Privat- und mein Arbeitsleben so zu strukturieren und in Ordnung zu halten, dass ich daraus die Kraft schöpfen kann, die ich für meinen beruflichen Alltag brauche. Es geht darum, sich von der Gesamtsituation nicht allzu sehr beeinträchtigen zu lassen.

 

Dr. Christian Rapke (51), Oberarzt in der stationären Aufnahmevorbereitung und in der chirurgischen Notaufnahme im KNS, seit 14 Jahren im Klinikum:

Trotz allem gehe ich mit Zuversicht in das kommende Jahr. Schon allein der Glaube an eine positive Entwicklung, hilft. Es hat zwar keinen Sinn, sich etwas vorzumachen und zu glauben, es kämen rosige Zeiten. Aber wenn man vorankommen will, muss man anpacken und seinen Teil dazu tun, dass es besser läuft.

 

Elisabeth Herold-Traub (50), Krankenschwester in der Urologie im KNN, seit zehn Jahren im Klinikum:

Wenn man positiv gestimmt ist, lässt man sich nicht so leicht unterkriegen. Wie es wird, liegt doch zum Großteil an einem selbst. Wenn ich alles nur negativ sehe, dann wird es auch so enden. Das ist wie eine sich selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn ich aber an das Positive glaube, dann arbeite ich auch daran, dass es gut wird.

 

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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