Heil- und Wildkräuter - Thymian ? Heilpflanze mit Küchenkarriere
Die Pflanze ist Bestandteil der berühmten Mischung ?Kräuter der Provence?. Im Norden wird sie oft Wurstkraut genannt, was auf die Verwendung in der Küche hinweist. In der kalten Jahreszeit bringt ihr würziger und herzhafter Geschmack die Sonne des Sommers zurück. Gemeint ist der Thymian (Thymus vulgaris) ? er duftet aromatisch und stammt aus dem Mittelmeerraum. In der heimischen Flora gibt es eine fast gleichwertige Verwandte, den Quendel (Thymus pulegioides).
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Das in beiden Pflanzen enthaltene ätherische Öl wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Beide helfen bei Erkältungen, starkem Hustenreiz, Keuchhusten und sogar bei Asthma. Zum Inhalieren nimmt man sechs Esslöffel getrockneten Thymian auf einen Liter kochendes Wasser. Den Kopf und den Topf mit einem Handtuch abdecken und inhalieren, solange die Temperatur angenehm ist. Der Volksmund meint: ?Die nächste Grippe kommt bestimmt, aber nicht zu dem, der Thymian nimmt?. Auch bei Blähungen, Magenverstimmungen und Völlegefühl sind Thymian und Quendel einsetzbar z.B. als Tee. Aufgrund seiner keimtötenden Wirkung wurde in das Harz, mit denen die Ägypter ihre Mumien einbalsamierten, Thymian eingemischt. Früher wurde das Küchenkraut auch zum Ausräuchern von Krankenzimmern verwendet. Diese Anwendung ist heute aus der Mode gekommen.
Nähere Information bei Brigitte Addington (zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester) beim Zentrum für Kräuterkundige weltweit, www.sonnetra.de, Tel. (09131) 9317296. |
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Autorin/Autor: Brigitte Addington

