Herzdruckmassage - Staying Alive gibt den Takt vor
Der Ohrwurm der Bee Gees ?Staying Alive? liefert den perfekten Rhythmus für eine lebensrettende Herzdruckmassage, wenn jemand bewusstlos ist und nicht mehr oder krankhaft atmet. Dies demonstrierte Privatdozent Dr. Michael Christ, Chefarzt der Klinik für Notfall- und internistische Intensivmedizin, zusammen mit dem Arbeitersamariterbund eigenhändig in der Nürnberger Fußgängerzone.
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Die 100 Taktschläge, die dieser populäre Song vorgibt, sorgen genau für den richtigen Rhythmus einer Herzdruckmassage. ?Etwa in der Mitte des entblößten Brustkorbs beide Hände aufeinanderlegen und dann mit geraden Armen und mit dem gesamten Oberkörper kräftig drücken?, erklärte Christ den interessierten Passanten, die sich an einer Kunststoffpuppe versuchen wollten. Den Takt gab ?Staying alive? vor: 30-mal drücken, dann zwei Atemspenden, dann wieder 30-mal drücken. Entscheidend sind dabei die Druckbewegungen. ?Wer sich zu den Atemspenden nicht überwinden mag?, so Christ, ?kann sich auch auf das Drücken beschränken, dann aber mit möglichst wenigen Unterbrechungen. Lieber drücken als gar nichts machen.? |
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Das Drücken kostet Kraft. ?Wenn möglich sollte man sich nach zwei Minuten mit einem anderen Helfer abwechseln?, empfahl der Chefarzt. Im Ernstfall zahlt sich so ein Krafteinsatz meist aus, denn eine unverzüglich eingeleitete Herzdruckmassage verdreifacht die Überlebensrate bei einem Herzstillstand. ?Und falsch machen kann man dabei nichts?, versicherte der Intensivmediziner.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

