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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2008 >> Ausgabe 4 >> Heil- und Wildkräuter - 400 Millionen Jahre altes Heilkraut

Heil- und Wildkräuter - 400 Millionen Jahre altes Heilkraut

Wie ein Pferdeschwanz sehen die Triebe der Pflanze aus und so ist es nicht verwunderlich, wenn der lateinische Name equisetum ?Pferdeschwanz? bedeutet. Das Beiwort arvense nimmt Bezug zu seinem Standort, dem Acker.

Die rauen Stängelglieder des Zinnkrauts, sind ineinander geschachtelt und lassen sich leicht auseinander ziehen, weshalb man ihn auch  Ackerschachtelhalm nennt. Die weit verzweigten Wurzelknollen stecken bis zu zwei Meter tief in der Erde. Vor 400 Millionen Jahren, lange bevor der Mensch die Erde bevölkerte, hatte der Schachtelhalm eine stattliche Höhe von 30 Meter und wuchs in den Urzeitwäldern zusammen mit riesigen Farnen.

Wegen seines hohen Gehalts an Kieselsäure (Silizium) kann Zinnkraut zum Putzen von Zinn oder als ?Urzeitscheuermittel? bzw. ?Schmirgelpapier? verwendet werden. Ein starker Teeaufguss lässt unsere Edelstahlspüle in der Küche blitzblank glänzen ? umweltschonend und gänzlich ohne Chemie.

Zinnkraut kommt überall dort zum Einsatz, wo eine Bindegewebsschwäche vorliegt. Das Silizium festigt Zähne, Haare, Nägel, Sehnen, Knorpel und Knochen und wirkt blutstillend. Wer Probleme mit Hautunreinheiten, Krampfadern, Blasenschwäche, Osteoporose, Bandscheibenschäden hat oder seinen Bewegungsapparat stärken möchte, für den kann Zinnkrauttee sehr hilfreich sein. Überbrühen reicht beim Schachtelhalm-Tee nicht. Um möglichst viel der Kieselsäure aus der Pflanze zu lösen, muss man es 20 Minuten köcheln lassen.           

 

 

Nähere Informationem bei Brigitte Addington (zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester) beim Zentrum für Kräuterkundige weltweit, www.sonnetra.de, Tel.: (09131) 9317296

Autorin/Autor: Brigitte Addington

 
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