Großdemonstration in Berlin - 135.000 gingen auf die Straße
Mit einem Sternmarsch zum Brandenburger Tor protestierten am 25. September 135.000 Krankenhaus-Mitarbeiter, Ärzte, Pflegende, Hebammen und Verwaltungsangestellte, gegen die unzureichende Finanzierung der Krankenhäuser. Sie alle waren dem Aufruf des Aktionsbündnisses ?Rettung der Krankenhäuser? gefolgt, zu dem sich u.a. die Deutsche Krankenhausgesellschaft, ver.di, Marburger Bund, Deutscher Städtetag, Deutscher Beamtenbund, Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und Deutscher Pflegerat zusammengefunden haben.
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Aus Nürnberg waren 400 Mitarbeiter des Klinikums dabei, darunter der Vorstand des Klinikums, Dr. Alfred Estelmann. Um 3.46 Uhr war Abfahrt im Hauptbahnhof Nürnberg. Per Sonderzug ging es in sieben Stunden nach Berlin und dann im Sternmarsch zur Demonstration unter dem Motto ?Lichter aus im Krankenhaus ? Spar-Diktat der Politik bedroht die Kliniken!?. Die meisten Demonstranten waren in Berufskleidung gekommen und hatten phantasievolle Transparente, Banner (?Zum Deifi mi'm Deckel? oder ?Ullas Politik sorgt für kranke Häuser?) und natürlich jede Menge Trillerpfeifen dabei. Auf der Kundgebung machte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters, klar, dass sich die Kliniken in Deutschland ?im ökonomischen Würgegriff? befänden. Münchens Oberbürgermeister und Städtetagspräsident Christian Ude brachte die finanziellen Probleme der kommunalen Großkrankenhäuser zur Sprache. ?Es ist nicht mehr vertretbar, dass insbesondere große Häuser der Maximalversorgung immer mehr in die Klemme geraten?, betonte Ude und drückte sein Erstaunen aus, wie viel Steuergeld plötzlich für die Banken da sei. ?Die Krankenhäuser wären schon mit einem Bruchteil davon zufrieden.? |
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Nach dem Ende der Abschlusskundgebung gegen 15.30 Uhr ging es dann wieder zum Bahnhof. Auch bei der langen Rückfahrt war die Stimmung blendend, schließlich hatte jeder Einzelne die größte gesundheitspolitischen Demonstration, die es in Deutschland bisher gegeben hat, möglich gemacht.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

