Personalien
Dr. Anwar Chaudhri, (61) ehrenamtlicher Gastwissenschaftler/Medizinphysiker am Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie im Klinikum Nürnberg Süd, hat in Pakistan ein Forschungs- und Studienprojekt über neurologische Krankheiten wie Alzheimer, Multiple Sklerose oder Gehirntumore initiiert. Er war von der Higher Education Commission der pakistanischen Regierung und dem International Centre for Biological and Chemical Rersearch, HEJ-Research Institute der Universität Karachi eingeladen worden. Mit Hilfe des renommierten HEJ-Instituts untersuchte er vier Wochen lang den Liquor von neurologischen Patienten und gesunden Menschen, um mehr Informationen über Krankheitsursachen und Diagnostik zu erlangen. Die gleichen Untersuchungen sollen nun auch mit Blut durchgeführt werden. Die gesamten Kosten für Reise und Forschungsaufenthalt wurden von der pakistanischen Regierung so wie vom HEJ-Institut getragen
Privatdozent Dr. Michael Christ (44), ist neuer Chefarzt der Aufnahmeklinik. Christ ist in Prien am Chiemsee aufgewachsen und studierte Medizin an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Danach war er im Klinikum der LMU in München tätig, ab 1996 im Institut für Klinische Pharmakologie der Uniklinik Mannheim, zuletzt als Oberarzt und stellvertretender Institutsdirektor, und ab 2000 als Facharzt in der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin der Uniklinik Marburg. 2005 wechselte er als Oberarzt an das Universitätsspital Basel. 2000 habilitierte Christ an der Fakultät für klinische Medizin Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Klinische Pharmakologie sowie Notfall- und Intensivmediziner ist verheiratet und Vater zweier Kinder (15 und 13).
Dr. Petra Emilie Czeczatka (47) ist seit Mai Fachärztin im Studienzentrum des Klinikums Nürnberg. Czeczatka wurde in Mülheim an der Ruhr geboren und studierte Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen /Nürnberg. 1994 promovierte sie mit einer vergleichenden Medikamentenstudie bei tiefen Beinvenenthrombosen nach Hüftgelenksoperationen. 2002 schloss sie ihre Facharztausbildung zur Chirurgin ab. Von 1993 bis 2002 war sie an der Chirurgischen Universitätsklinik Erlangen tätig, 2002 kam sie in die Kinderchirurgie des Klinikums Nürnberg.
Dr. Hans Jürgen Heppner (44), Oberarzt in der Geriatrie, ist seit 1. Mai bereichsleitender Oberarzt der internistischen Intensivmedizin. Der in Grafenwöhr geborene Heppner studierte in Erlangen Medizin. 1996 kam er als Arzt im Praktikum und später als Assistenzarzt in die Geriatrie ins Klinikum Nürnberg. Daneben ist er als Notarzt in der Oberpfalz tätig. 2003 erwarb er seine Anerkennung als Internist und ein Jahr später als Intensivmediziner. Im Juni 2003 wurde Heppner Oberarzt und übernahm die Leitung der internistisch-toxikologischen Intensivstation im Haus 39 Erde, seit 2005 war er darüber hinaus für den Giftnotruf verantwortlich. Im Zuge der Neukonzeption der Aufnahmeklinik hat Heppner, der auch seit Jahren forschend im Institut für Biomedizin des Alterns tätig ist, nun die Bereichsleitung internistische Intensivmedizin im Klinikum Nord übernommen. Damit ist er verantwortlich für die in drei Gebäuden betriebenen internistischen Intensivstationen 12 SG, 14 E und 39 E des Klinikums Nord.
Dr. Michael Wucherer (54), Leiter des Instituts für Medizinische Physik im Klinikum Nord, wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in die bundesweite Arbeitsgruppe ?Strahlenschutz-Fachkunde in der Medizin? berufen. Die Arbeitsgruppe ist Bestandteil des Ausschusses ?Strahlenschutz in der Medizin? der Strahlenschutzkommission (SSK). Die SSK berät das Bundesumweltministerium in allen Fragen des Schutzes vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlung.
Dr. Hannes Wandt (60), seit 1994 Leiter der Abteilung für Knochenmarktransplantation und Leukämietherapie im Klinikum Nürnberg, wurde nach mehrjähriger Lehrtätigkeit auf Grund seiner zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Leukämietherapie und Knochenmarktransplantation von der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden zum Professor für Innere Medizin ernannt. Wandt hat erst im Februar dieses Jahres in der zum Thema Bluterkrankungen weltweit führenden Zeitschrift ?Blood? eine Untersuchung an 1.766 Leukämiepatienten veröffentlicht. Die Studie fand international große Beachtung und die Ergebnisse werden in die neue Klassifikation von Leukämien durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingehen. Dabei konnten Wandt und sein wissenschaftliches Team zeigen, dass die akuten myeloischen Leukämien bei Patienten nicht mehr nach dem mikroskopischen Aussehen der Zellen, sondern nach ihren genetischen Veränderungen beurteilt und eingestuft werden müssen, da sonst Fehleinschätzungen entstehen. So können Patienten mit Risikoleukämien frühzeitig erkannt und einer auf den Patienten individuell zugeschnittenen Transplantation zugeführt werden, ohne zuvor unnötige lange Chemotherapien erhalten zu müssen.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

