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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2008 >> Ausgabe 3 >> Malprojekt bei Demenz - Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich

Malprojekt bei Demenz - Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich

?Habt ihr mal die grüne Wachsmalkreide?, fragt ein Patient in die Runde und ist intensiv damit beschäftigt, seiner Porträtzeichnung den letzten farblichen Glanz zu geben.

Unter der künstlerischen Leitung des Nürnberger Malers und Grafikers Fritz Lang malten zwölf demenzkranke Patienten im Rahmen eines von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung geförderten Kunstprojekts der Gedächtnissprechstunde im Zentrum für Altersmedizin ihr eigenes Porträt. Ziel war es, bei Patienten mit altersbedingter Demenz die Wahrnehmung zu fördern und eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich in Gang zu setzen.

Ein erfolgreiches Projekt, wie die Psychologin und Mitarbeiterin der Gedächtnissprechstunde, Kerstin Schmidtgen, rückblickend auf vier Termine betont: ?Es entwickelte sich nicht nur ein sehr gutes Gruppengefühl, sondern wir konnten auch beobachten, wie die Patienten zunehmend kreativer und präziser gearbeitet haben.?

Neben Lob und Anerkennung für die Arbeit des anderen stand der spannende Prozess, das eigene Porträt zu gestalten, im Mittelpunkt. ?Um die Hemmschwelle zu senken?, erklärt die Gerontologin Johanna Myllymäki, ?hatte der Künstler die Konturen von Gesicht und Körper vorgemalt. Die weitere Gestaltung und Interpretation des eigenen Ich lag dann aber bei den Patienten.?

An dem Kunstprojekt nahmen mehrheitlich ältere Männer und Frauen teil, die unter einer leichten kognitiven Störung leiden und bei denen eine beginnende Demenz zu beobachten ist. Sie gehören zur Gruppe der ?kognitiven Therapie?, die sich einmal wöchentlich im Zentrum für Altersmedizin zum Gedächtnistraining trifft. Zwei Patienten aus dieser Malgruppe zählten aber schon zu den Demenzkranken mit schweren Beeinträchtigungen.

 

Malprojekt
 

 

Für weitere Informationen ist das Sekretariat der Gedächtnissprechstunde im Zentrum für Altersmedizin (Haus 33) unter Tel. (0911) 398-3943 zu erreichen.

 

Altersmedizin

Autorin/Autor: Axel Bredehöft

 
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