Hautklinik - Hochbetrieb in der Ambulanz
Großzügig, hell und modern ausgestattet präsentiert sich die Ambulanz der Hautklinik in ihren neuen Räumen. Wer in der vierten Etage im Haus 16 im Klinikum Nord vorbeischaut, staunt nicht schlecht ob des regen Betriebs rund um die Behandlung von Hauterkrankungen: ?Gerade hatten wir einen Notfall zu versorgen? erklärt der Oberarzt der Klinikambulanz, Dr. Dirk Debus, ?heute früh waren schon konsiliarische Vorstellungen von Patienten aus anderen Fachbereichen des Klinikums, dann kommen noch Patienten von niedergelassenen Ärzten zu uns, bei denen die Notwendigkeit eines stationären Aufenthalts geklärt oder dieser vorbereitet werden muss, gegen Mittag untersuchen wir Patienten, die zur Tumornachsorge in unsere Melanom-Sprechstunde kommen.?
|
Jeden Vormittag sind es rund 25 bis 30 Patienten, die von der Ambulanz der Hautklinik betreut werden. Notfälle, etwa eine schmerzende Gürtelrose, eine akute Nesselsucht oder heftige allergische Reaktionen, zählen ebenso dazu wie die täglichen Konsile aus den Fachkliniken innerhalb des Klinikums wie auch aus anderen Krankenhäusern in der Region. Neben der medizinischen Betreuung von Patienten werden von der Ambulanz auch die Aufnahmen und weiteren Behandlungen für die gesamte Hautklinik geplant. ?Wir legen fest, ob Patienten ambulant, teilstationär oder stationär betreut werden müssen?, erläutert Debus. Die Patienten werden aufgenommen, Patientenakten werden angelegt, es erfolgt eine kurze Erstuntersuchung und eine Blutentnahme. |
|
Als Ansprechpartner ist die Klinikambulanz besonders dann gefragt, wenn Probleme mit der Haut chronisch werden und ambulante Behandlungen keine ausreichende Linderung erreichen konnten. ?Eine langjährige Schuppenflechte, die erfolglos mit diversen Salben, Bestrahlungen und Ölbädern behandelt wurde, ist hierfür ein typisches Beispiel?, berichtet Debus. ?Mit einer genaueren Untersuchung und systemisch wirkenden Medikamenten können wir aber vielen Patienten helfen.?
Für eine ambulante Untersuchung oder Beratung in der Klinikambulanz ist die Überweisung von einem niedergelassenen Hautarzt unbedingt erforderlich. Für eine vorstationäre Untersuchung oder Behandlung sowie für eine teilstationäre oder stationäre Aufnahme ist eine Einweisung, also eine ?Verordnung von Krankenhausbehandlung?, notwendig.
Alle Termine mit der Ambulanz werden vorab telefonisch vereinbart unter (0911) 398-2486. Bei Notfällen ist die Klinikambulanz der Hautklinik während der Öffnungszeiten (werktags zwischen 7.30 Uhr und 15.30 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen zwischen 7.30 Uhr und 14.30 Uhr) unter (0911) 398-2486 zu erreichen. Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Station 16 III, Tel. (0911) 398-2753 für die Notfallversorgung zuständig.
Gänsehaut, was geschieht da?
Physikalische Reize wie sanfte Berührungen, Kälte, Elektrizität oder Wind und psychische Einflüsse wie Angst oder Erregung können das Phänomen ?Gänsehaut? hervorrufen. Eine Gänsehaut entsteht, wenn sich die kleinen Haarbalgmuskeln in der Haut anspannen und so die fast an jeder Körperstelle vorkommenden feinen, fast unsichtbaren Vellushaare in eine senkrechte Position ziehen. Dadurch verdickt sich die obere Hautschicht minimal, und es entstehen kleine Knötchen, so genannte Papeln. Die Haut sieht dann aus wie die einer gerupften Gans. Willentlich kann eine Gänsehaut nicht erzeugt werden. Der Impuls zur Anspannung der kleinen Haarbalgmuskeln erfolgt über die Nervenbotenstoffe Neuropeptide. Ausgangspunkt dabei ist das Gehirn.
Autorin/Autor: Axel Bredehöft

