Grillunfälle - Hände weg vom Spiritus
Mit dem schönen Wetter hat auch die Grillsaison wieder begonnen. Würstchen, Kotelett, Fisch ? die Gäste drängen sich hungrig um den Gartengrill. Wenn die Holzkohle allerdings nicht richtig brennen will, greifen viele zu Brandbeschleunigern wie Spiritus oder Benzin. Doch die Gefahr ist groß. Eine plötzliche Stichflamme kann zu schweren Brandverletzungen führen.
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?Hände weg von Spiritus und Benzin?, rät daher Dr. Karl Bodenschatz, Kinderchirurg im Zentrum für Neugeborene, Kinder und Jugendliche im Klinikum Nürnberg. Die Zahlen sprechen für sich. 4.000 Grillunfälle gibt es jedes Jahr in Deutschland, 400 davon enden mit schwersten Verbrennungen. Unter den Opfern von Grillunfällen sind immer wieder Kinder, denn Kinder sind fasziniert vom Feuer und stehen deswegen oft ganz vorne dran. Schießt dann eine Stichflamme hoch, tragen sie schwere Verletzungen im Gesicht, auf der Brust und an den Händen davon. ?Ihr ganzes Leben ist dann von den Verbrennungen gezeichnet?, berichtet Bodenschatz. Zehn bis 15 Operationen müssen manche Brandverletzte über sich ergehen lassen, doch auch dann belasten sie die Folgen der Narbenbildung wie Entstellung und Funktionseinschränkungen. Zudem drohen durch Inhalation schwere innere Verbrennungen. Deshalb rät Bodenschatz, nur normale Grillanzünder zu verwenden und sicherheitshalber einen Eimer Wasser in der Nähe bereit zu stellen. Sollte es trotz allem zu Brandverletzungen kommen, sollte man die Verletzungen mit Wasser kühlen und sofort den Notarzt rufen. ?Nichts auf die Wunden aufbringen, und nichts abnehmen?, sagt Bodenschatz. Auch verbrannte Kleidung darf nicht abgenommen werden. Die Verletzungen kühlen und allenfalls mit einer Rettungsdecke abdecken. Alles weitere sollte man den Fachleuten vom Rettungsdienst und den Ärzten in der Notfallklinik überlassen. |
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Autorin/Autor: Doris Strahler

