MTRA-Schule - Neuer Lehrkubus für Strahlentherapie
Mit dem ?Henriette-Lacks-Lehrkubus? verfügt die MTRA-Schule im Klinikum Nürnberg Nord über einen neuen Unterrichtsraum, der mit moderner Technik ausgestattet ist und damit praktische Übungen beim exakten Einstellen der Bestrahlungsfelder an einem Linearbeschleuniger bzw. an Simulationsgeräten ermöglicht. Der neue Raum ist rund 70 Quadratmeter groß und kostete über 200.000 Euro.
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?Ich bin überglücklich, dass unsere Schule in Nürnberg als Ausbildungsstelle zu einem hoch qualifizierten und nachgefragten Beruf, der sowohl soziale wie auch medizinisch-technische Kompetenz im hohen Maß erfordert, so viele Freunde und Förderer aufweist?, freut sich Dr. Michael Wucherer, Leiter der Schule und des Instituts für Medizinische Physik im Klinikum Nürnberg. Er verweist auf den Förderverein Radiologie und die Henriette-Lacks-Stiftung, ohne deren großzügige Unterstützung der Lehrkubus nicht hätte errichtet werden können. ?Diese Investition kommt?, so Wucherer, ?nicht nur dem Klinikum Nürnberg, sondern auch der Metropolregion zugute, da der größte Teil unserer Absolventen, die mit dem staatlichen Examen in der Regel auch bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben, hier in der Region beruflich tätig wird.? Die Einweihung des neuen Lehrkubus zeige, so Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann, dass das ?Klinikum Nürnberg seine gesellschaftliche Verpflichtung zur Ausbildung und damit zur Zukunftssicherung der jungen Generation ernst? nehme. |
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Seit 1991 bildet die MTRA-Schule im Klinikum Nürnberg Nord jährlich 20 Schülerinnen und Schüler zu Medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten (MTRA) aus. Die dreijährige Ausbildung, die die Mittlere Reife voraussetzt oder einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zwei Jahre dauernden abgeschlossenen Berufsausbildung, führt zu einem vielseitigen Beruf.
Benannt ist der Lehrkubus nach Henriette Lacks aus Baltimore (USA). Als man 1951 bei ihr Gebärmutterhalskrebs feststellte, war sie erst 31. Doch die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen. Sie starb wenige Monate später und hinterließ fünf Kinder. Was sie ebenfalls hinterließ, war eine Kultur ihrer Krebszellen, die bei den Untersuchungen angelegt worden war. Dringend suchte man in den fünfziger Jahren nach menschlichen Zellen, die sich unter Laborbedingungen weiterteilten. Und das taten die HeLa-Zellen. Zahlreiche Arzneimittel konnten mit ihrer Hilfe entwickelt werden und die äußerst fruchtbaren Zellen wurden an Kollegen weitergereicht, die ihrerseits für Forschungen Kulturen anlegten. Heute sind die Zellen der Henriette Lacks weltweit in zahlreichen Labors zuhause. Henriette Lacks wurde auf diese Weise ?unsterblich?.
Autorin/Autor: Bernd Siegler

