Klinikum-Kinderakademie - Spaghetti, Pizza oder Schokolade?
Wann wächst man am Meisten? Wie oft schlägt das Herz in der Minute? Was passiert, wenn man zu wenig isst? Mit solchen Fragen beginnt der Klinikum-Kinderakademie (Kli-ki) Tag für die 90 angemeldeten Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Das Thema des 11. Kli-ki Tages heißt diesmal ?Spaghetti, Pizza und Schokolade- wie funktioniert unsere Verdauung??.
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Der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik, Prof. Helfried Gröbe, erklärt zunächst, wie das Verdauungssystem funktioniert und wieso wir es brauchen. Wie viel Fett oder Kohlenhydrate in welchen Lebensmitteln sind und welche gesund oder ungesund sind, zeigt er an bunten Tabellen oder Zeichnungen. Auf die Frage ?Was passiert, wenn man zu wenig isst??, sagt der neunjährige Lukas, dass man magersüchtig wird und dass die Kaiserin Sissi auch magersüchtig war. Dass man, wenn man auf dem Kopf steht, trotzdem schlucken und essen kann, stellen die Kinder ebenfalls fest. Warum das so ist, wie das geht und dass ein Magen nicht platzen kann, erfahren sie auch noch. Ebenso, dass die Leber zum Filtern von Giftstoffen wie z.B. Alkohol da ist und dass sie daher lebensnotwendig ist. |
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Nach 20 Minuten geht es in vier verschiedenen Gruppen in die einzelnen Stationen zum Beispiel zu Günter Lichteneber-Rösch. Der Sozialpädagoge in der Kinderklinik erklärt den Kindern, was Diabetes ist und was man dagegen tun kann. Dass ein Blutzuckermessgerät wie ein MP3-Player aussieht, überrascht alle, doch wie es funktioniert und dass es nicht weh tut, wenn man einen kleinen Piecks in eine Fingerspitze zum Blutzuckermessen machen muss, wissen manche schon vorher. Ein Zuckerwert zwischen 60 und 140 ist normal und einer von 280 ist zu hoch. Manche Lebensmittel wie Cola, Kuchen oder Süßigkeiten erhöhen, und andere wie Gemüse oder mageres Fleisch senken den Blutzuckerwert.
Bei der Magenspiegelung mit Oberarzt Dr. Karl Bodenschatz sind alle begeistert dabei. Mit einem Endoskop schauen sie gespannt in das Innere des Schweinemagens und entdecken die Magenschleimhaut und weitere Röhren, die in die Leber führen. Die Assistenzärzte Alexander Worm und Claudia Kupzyk zeigen den kleinen Ärzten eine echte Leber, von einem Schwein natürlich, sie dürfen diese auch anfassen und ebenfalls erkunden.
Nach einer kurzen Mittagspause geht es weiter zu Dr. Achim Lunkenheimer. Er zeigt der achtjährigen Alisa ihre Leber im Ultraschallbild. ?Sehr gut durchblutet?, lobt der Arzt ihr Organ und erklärt, wie die Nahrung vom Darm über die Blutgefäße in die Leber kommt. Bei Dr. Birgit Fritscher dürfen die Nachwuchsforscher die Leberläppchen durch das Mikroskop betrachten. Bei zehnfacher Vergrößerung sieht man schon den Zellkern, bei 40-facher Vergrößerung erkennt man dann die rosa Farbe der Zellen und bei 100-facher Vergrößerung ist die Zelle lila.
Um 17.00 Uhr ist der Kli-ki-Tag zu Ende. Bevor die Kinder mit neuem Wissen und voller Aufregung gehen dürfen, um alles ihren Eltern zu erzählen, bekommen sie noch eine Teilnehmerurkunde und ein Skript mit dem Inhalt des Tages zum Nachlesen. Den Aufkleber für den Ausweis der KinderUNI, den alle begeistert sammeln, gibt es am Ende auch noch.
Der nächste Kli-Ki Tag findet in den Herbstferien 2008 statt. Weitere Informationen zur Klinikum-Kinderakademie Tagen findet man im Internet unter www.kli-ki.de.
Autorin/Autor: Lisa Dirscherl

