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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2008 >> Ausgabe 2 >> Herzkathetermessplatz - Technischer Quantensprung

Herzkathetermessplatz - Technischer Quantensprung

?Die Entwicklung bei der Therapie von Herzrhythmusstörungen ist rasant?, berichtet Prof. Dr. Matthias Pauschinger, Chefarzt der Kardiologie. Mit Blick auf den dritten Herzkathetermessplatz, der seit Anfang Februar im Klinikum Süd im Einsatz ist, spricht er gar von einem ?technischen Quantensprung?. Von dem neuen High-Tech-Gerät profitieren Patienten, die an Herzrhythmusstörungen leiden. Niedrige Strahlung, geringes Risiko und eine hohe Erfolgsrate machen den Kathetereingriff nun auch beim Vorhofflimmern zur Therapie erster Wahl.

Bei dem Kathetereingriff, auch Ablation genannt, wird die Stelle im Herzmuskel, die die Rhythmusstörungen auslöst, aufgespürt und mittels Verödung ausgeschaltet. Anders als eine medikamentöse Behandlung, die Symptome lediglich unterdrückt, führt die Ablation also zu einer wirklichen Heilung. ?Bei lebensbedrohlichen und gefährlichen Rhythmusstörungen bieten wir diesen Eingriff seit 15 Jahren mit großem Erfolg an?, erläutert Oberarzt Dr. Konrad Göhl. Mehr als 3.000 Patienten wurden seither dauerhaft von ihren Rhythmusstörungen befreit.

Für ?harmlosere? Störungen wie das Vorhofflimmern waren Aufwand und Risiko mit der konventionellen Kathetertechnik allerdings zu hoch. Doch ganz ungefährlich ist das Vorhofflimmmern nicht. Bei immerhin fünf bis acht Prozent der Patienten verursacht es einen Schlaganfall. ?Gerade für diese Patienten bietet das neue Herzkatheterlabor eine risikoarme Therapie?, so Göhl.
 

Möglich wird dies durch ein verbessertes Navigationssystem, das drei Ebenen ? die elektrische, die elektro-

anatomische sowie die röntgenologische ? integriert und ein präzises dreidimensionales Abbild des Herzens liefert. Damit können die Kardiologen im Klinikum Süd alle Störquellen im Herzen präzise orten und durch eine gezielte Verödung ausschalten.

Kardiologie

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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