Augenklinik - Modernste Diagnostik für tausendstel Millimeter
Ein gläserner Patient wäre hinsichtlich der diagnostischen Möglichkeiten der Traum eines jeden Arztes. Die optische Cohärenz-Tomografie (OCT) lässt diesen Traum für die Augenklinik zumindest bis in eine Gewebetiefe von zwei Millimetern wahr werden: ?Da wir damit Objekte mit Durchmessern von wenigen tausendstel Millimetern darstellen können, ist die Anzahl der erkennbaren Details auf der Netzhaut erheblich?, betont Privatdozent Dr. Josef Schmidbauer, Chefarzt der Augenklinik im Klinikum Nord.
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Dabei ist es nicht notwendig, das Auge zu berühren. Ähnlich wie beim Ultraschall, nur eben sehr viel genauer und unter Einsatz eines völlig unschädlichen Laserlichts, werden bei der OCT Schnittbilder senkrecht zur Oberfläche erzeugt. Das Verfahren ermöglicht feingewebliche Schnittbilder durch alle Netzhautschichten. Auf diese Weise lassen sich unterschiedlichste Stadien von Makulalöchern, Schwellungen oder andere krankhafte Veränderungen im Auge frühzeitig erkennen. Als Reaktion auf die steigenden Patientenzahlen der Augenklinik, die sich seit Sommer 2007 verdreifacht haben, bezog die Augenklinik im März im dritten Stock von Haus 17 im Klinikum Nord neue Räume. Hier stehen zwei mit modernster Technik ausgestattete OPs für die ausschließliche Nutzung durch die Augenklinik zur Verfügung. Auch der ambulante Untersuchungsbereich ist hier untergebracht. Die Station mit 29 Betten fand im Haus 14 ihre neue Heimat. Ab Herbst 2008 wird sie durch einen Gang direkt mit dem OP- und Untersuchungsbereich in Haus 17 verbunden sein. |
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Der gesamte OP- und Ambulanzbereich wurde in den letzten Monaten komplett mit der neuesten Technik ausgestattet. Dazu zählen die Optische Cohärenz-Tomografie, aber auch die Fluoreszenzangiografie. Sie erlaubt die Darstellung feinster Netzhautgefäße und wird insbesondere bei der diabetischen Retinopathie und bei altersabhängiger Makuladegeneration eingesetzt. Der ebenfalls neue Heidelberg Retina Tomograf (HRT III) ermöglicht die digitale Vermessung des Sehnervenkopfs sowie seine dreidimensionale Darstellung und dient damit der Früherkennung und Verlaufskontrolle des Glaukoms.
Der Vorteil dieser hochmodernen Diagnosegeräte: Entsprechende Therapien können rasch eingeleitet und deren Verlauf regelmäßig kontrolliert werden. Gerade die chirurgische Therapie der Makulaerkrankung ist ein besonderer Schwerpunkt der Klinik. ?Mit einem mikrochirurgischen Eingriff, der im Durchschnitt etwa eine Stunde dauert und unter örtlicher Betäubung vorgenommen wird, können eine Vielzahl dieser Erkrankungen schonend behandelt werden?, erläutert Schmidbauer.
Das Zentrale Patientenmanagement der Augenklinik ist unter (0911) 398-2514 (Kassenpatienten) und (0911) 398-2668 (Privatpatienten) zu erreichen. Die Sprechzeiten der Ambulanz sind von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, privat nach Vereinbarung.
Autorin/Autor: Doris Strahler

