Institut für Sportmedizin - Leistungsdiagnostik für die Equipe Nürnberger
Im Januar geht das Team der Radrennfahrerinnen der Equipe Nürnberger Versicherung für zwei Wochen ins Trainingslager nach Mallorca. Zuvor testeten die 16 Athletinnen unter den gestrengen Augen des Kardiologen Dr. Leonard Fraunberger ihre Fitness bei einer Leistungsdiagnostik im Institut für Sportmedizin im Klinikum Süd. Anhand der Daten weiß nun Trainer Dennis Sandig genau, wie fit seine Fahrerinnen sind und wie er das Training aufbauen muss. ?Die Frauen kommen aus der Winterpause?, erklärt er, ?da sind sie von ihren Spitzenleistungen noch weit entfernt.?
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Mit den Ergebnissen dieser ersten Leistungsdiagnostik sind die Fahrerinnen zufrieden. ?Gut für die Jahreszeit?, meint Regina Schleicher (33), die Weltmeisterin von 2005 und Siegerin des Rennens ?Rund um die Nürnberger Altstadt? 2006. Richtig ernst wird es für die Fahrerinnen beim zweiten Leistung-Check im Klinikum Süd im März. Dann müssen sie ihre Spitzenleistungen zeigen, um auch in diesem Jahr wieder an der Weltspitze mitfahren zu können. Rund 75 Renntage und 20.000 Kilometer sitzen die Frauen pro Saison im Sattel. Da wird dem Körper viel abverlangt. Die kommende Saison wird dabei besonders schwer, stehen doch neben dem Weltcup auch die Olympischen Spiele an. ?Natürlich würde ich mich gerne für Olympia qualifizieren?, sagt Schleicher, ?aber es wird ein harter Kampf.? Als Sprinterin rechnet sie sich dabei nicht die größten Chancen aus. Trixi Worrak (26), Vizeweltmeisterin 2006, will auf alle Fälle um einen Platz in der deutschen Olympia-Mannschaft kämpfen. ?Ich war schon in Athen dabei. Es ist ein großartiges Gefühl.? Die 21-jährige Nachwuchsfahrerin Marlen Jöhrend hat sich eine gute Mannschaftsleistung zum Ziel gesetzt. ?Und auch mal ganz vorne mitfahren?, wünscht sie sich. |
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?Doping ist bei uns kein Thema?, sagt Team-Manager Herbert Oppelt. Nicht umsonst hat sich die Equipe Nürnberger Versicherung für 2008 dem Motto ?Leistungsoptimierung durch Gesundheit? verschrieben. Optimale Vorbereitung statt Doping also. Dem kann Kardiologe Fraunberger vom Institut für Sportmedizin nur zustimmen. Leistungsdiagnostik erkenne Gesundheitsrisiken im Vorfeld und schaffe die Voraussetzungen für ein optimales Training.
Dies gelte nicht nur für den Profisportler, sondern auch für alle, die in ihrer Freizeit joggen, Radfahren oder bei einem Marathon persönliche Bestzeit laufen wollen. ?Der Breitensportler geht dabei an seine ganz persönliche Leistungsgrenze?, so Fraunberger. Spätestens mit 35 Jahren werde daher die Leistungsdiagnostik auch für alle Freizeitsportler zur Pflicht, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Immer wieder komme es bei Marathons zu Todesfällen, weil sich Läufer überschätzten. Doch auch wer optimal trainieren will, profitiert vom Leistungs-Check. Die Kosten der Leistungsdiagnostik im Institut für Sportmedizin liegen je nach Umfang zwischen 70 und 200 Euro.
Information und Anmeldung: Institut für Sportmedizin, Tel. (0911) 398 -56 30 oder per E-Mail unter sport-plus@klinikum-nuernberg.de.
Autorin/Autor: Doris Strahler
