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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2008 >> Ausgabe 1 >> Medizinische Physik - Praktikant der Atomenergiebehörde

Medizinische Physik - Praktikant der Atomenergiebehörde

Zur Wahl standen Deutschland, Österreich und die USA. Doch Bernard Ochieng, der sich an der Universität von Nairobi, Kenias Hauptstadt, auf seinen Master-Abschluss in ?Nuclear Science? vorbereitet, entschied sich ohne Zögern für Deutschland. ?Ich habe in Kenia schon etwas Deutsch gelernt?, erzählt er. Drei Monate lang informiert sich der angehende Medizinphysiker aus Nairobi (Kenia) im Institut für Medizinische Physik über den Strahlenschutz im klinischen Alltag eines Großkrankenhauses.

Beeindruckt ist der Kenianer vom hohen Organisationsgrad des Strahlenschutzes im Klinikum. Er lobt vor allem das hohe Niveau der Qualitätssicherung und die kontinuierliche Unterweisung der Mitarbeiter. Auch für seinen Forschungsschwerpunkt, die interventionelle Radiologie, gab es im Klinikum viel Raum. Die interventionelle Radiologie habe sich in Kenia erst in den letzten Jahren im größeren Stil entwickelt. Heute zähle sie ebenso wie digitale Bildgebungsverfahren in den fünf größten Krankenhäusern Kenias, zu den Standardverfahren.

Nach seinem Abschluss strebt Ochieng, der im Rahmen seines Studiums im Kenyatta Hopital, dem größten Krankenhaus Nairobis, arbeitet, eine Tätigkeit im medizinischen Strahlenschutz oder in der nationalen Strahlenschutzbehörde an. ?Das Niveau der wissenschaftlichen Ausbildung und die Standards der medizinischen Physik in den großen Krankenhäusern Kenias sind sehr hoch?, betont Dr. Michael Wucherer, Leiter des Instituts für Medizinische Physik. ?Da haben viele Europäer falsche Vorstellungen von den Ländern der so genannten Dritten Welt.?

Praktikum: Drei Monate lang informierte sich Bernard Ochieng (re.) bei Chefarzt Dr. Michael Wucherer über den medizinischen Strahlenschutz im Klinikum
 

Ochieng kam im Rahmen eines ?Fellowship Training Programms? der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ans Klinikum Nürnberg. Um dem Strahlenschutz weltweit den angemessenen Stellenwert zu verschaffen, engagiert sich die Behörde international in der Aus- und Weiterbildung von Strahlenschutzkräften. Als Kooperationspartner angefragt wurde das Institut für Medizinische Physik des Klinikums Nürnberg, weil es auf dem Gebiet des Strahlenschutzes nicht nur in Deutschland, sondern auch international großes Ansehen genießt.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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