Klinikum intern - Personalien
Dr. Abbas Agaimy (41), Oberarzt im Institut für Pathologie des Klinikums Nürnberg, wurde für seine Studie ?Auftreten anderer Malignome bei Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren? mit dem Birkner-Preis 2007 ausgezeichnet. Überreicht wurde der mit 5.000 Euro dotierte Preis der Dr. Hans und Dr. Elisabeth-Birkner-Stiftung auf dem 58. Nürnberger Fortbildungskongress der Bayerischen Landesärztekammer von Dr. Elisabeth Birkner und Dr. Hans-Hellmut Koch, Chefarzt der Aufnahmeklinik. Agaimy, der in Khartoum (Sudan) und Freiburg Medizin studierte, hat in Kooperation mit dem Armed Forces Institute of Pathology, Washington D.C., USA, dem weltweit größten Referenzzentrum für Krebserkrankungen, Tausende Fälle von gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zusammengestellt und das Auftreten von Partnergeschwulsten analysiert. Neben den Auswirkungen auf die Behandlung von GIST liefert die Studie, die in der internationalen Fachzeitschrift ?Seminars in Diagnostic Pathology? veröffentlicht wurde, eine wichtige Grundlage für weitere Forschungen.
Dr. Anwar Chaudhri (61), ehrenamtlicher Gastwissenschaftler/Medizinphysiker am Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie im Klinikum Nürnberg Süd, wurde zum ?13th International Congress of Radiation Research? nach San Francisco, USA, eingeladen, der größten und wichtigsten Tagung dieser Art, die nur alle vier Jahre stattfindet. Das Thema von Chaudhri war die Entstehung von sekundären Neutronen in Patienten während der Strahlentherapie mit Hadronen sowie Bremsstrahlung. Auf diesem Forschungsgebiet hat er Pionierarbeit geleistet. Nach der Tagung besuchte Chaudhri Prof. George Xu, einen der weltbekannten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Strahlenforschung und des Strahlenschutzes sowie einer der Hausgeber der berühmten Fachzeitschrift ?Radiation Protection Dosimetry?, in Albany, New York. Die gesamte Reise wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.
Auf dem 20. Medizin-Theologie Symposion der Evangelischen Akademie Tutzing wurde Prof. Dr. Frank Erbguth (51), Chefarzt der Klinik für Neurologie des Klinikums Nürnberg, als neuer medizinisch verantwortlicher Mitveranstalter in das dreiköpfige Veranstaltergremium berufen. Die Symposiumsreihe wurde 1988 von Prof. Dr. Gallmeier aus dem Nürnberger Klinikum und von Prof. Dr. Riess von der theologischen Augustana-Hochschule Neuendettelsau gegründet und bis 2001 geleitet. Das erste von Prof. Erbguth und PD Dr. Roser zusammen mit dem langjährigen stellvertretenden Akademiedirektor Dr. Christoph Meier geleitete Symposion wird im November 2008 stattfinden.
Privatdozent Dr. Heinz-Michael Just (56), Chefarzt des Instituts für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und klinische Infektiologie, wurde zum Vorsitzenden der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut gewählt. Die 18-köpfige Kommission erarbeitet u.a. Empfehlungen zur Infektionsprävention in Pflege, Diagnostik und Therapie, zur Reinigung und Desinfektion von Medizinprodukten, zur Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitswesens oder zum Umgang mit MRSA in Krankenhäusern. Just amtiert als Vorsitzender bis 2010.
Dr. Heidemarie Lux (56), Oberärztin in der Medizinische Klinik 1, Aufnahme, Intensiv, Schwerpunkt Endokrinologie, wurde zur Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbands Nürnberg gewählt. Der Kreisverband zählt 3.348 Mitglieder. Alle zur Berufsausübung berechtigten Ärztinnen und Ärzte, die in Nürnberg ärztlich tätig sind und dort ihren Hauptwohnsitz haben, sind Pflichtmitglieder. Lux nannte als oberstes Ziel ihrer Arbeit, ein möglichst großes Maß an Konsens zwischen Haus- und Fachärzten sowie zwischen Niedergelassenen- und Krankenhausärzten herzustellen und zu fördern: ?Ich werde mich weiterhin für Fairplay im Umgang untereinander einsetzen.?
Dr. Ralf Ringler (37) vom Institut für Medizinische Physik im Klinikum Nürnberg ist neuer Vorsitzender der Regionalsektion Franken der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik. Die Regionalsektion der DGMP hat als Aufgabe, die Belange der Medizinphysiker in der Röntgendiagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin zu vertreten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Organisation von Fort- und Weiterbildung für Medizinphysiker im Raum Nordbayern mit aktuellen Themen und Tagungen. In der zweijährigen Amtszeit will Ringler eine Internetpräsenz der Regionalsektion aufbauen. Diese soll den Kliniken die Darstellung des Leistungsspektrums, in dem Medizinphysiker die Arbeit der Ärzte unterstützen, ermöglichen. Zudem will sie ein Forum für Fragestellungen rund um die Medizinische Physik und dem Berufsbild des Medizinphysikers sein.
Autorin/Autor: Bernd Siegler
