Kinderakademie - Vom Rettungswagen zum Wundverband
Meistens geht es ganz schnell ? ein Schnitt mit dem Brotmesser, ein Sturz vom Fahrrad, ein Autounfall oder gar ein Unglück mit offenem Feuer. Da ist rasche Hilfe gefragt. Doch was machen die Rettungssanitäter eigentlich im Notfall, wie kommen die Opfer schnell ins Krankenhaus und was passiert dort mit den Patienten? Und was kann man selbst tun, wenn die Freundin oder der Freund plötzlich in Not gerät und man als einziger daneben steht?
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?Ruhe bewahren und so schnell wie möglich Hilfe holen?, rät Prof. Helfried Gröbe, der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik, seinen jungen Zuhörern. Diese lauschten ? wie immer am Tag der Klinikum-Kinder-Akademie kli-ki ? aufmerksam der Vorlesung und stellten dem Kinderarzt viele kluge Fragen. 90 Kinder erlebten unter dem Motto ?Notfall ? was soll man tun?? wieder eine Medizin zum Anfassen. Nach der Mini-Vorlesung ging es in spannenden Mitmach-Aktionen zur Sache. Als Hit entpuppte sich dabei der Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Rettungsassistent Thorsten Schlicker erklärte den Kindern mit viel Humor, was sich alles an lebensrettenden Maßnahmen im Rettungswagen verbirgt ? von Akut-Medikamenten bis hin zur Beatmungsmaske. Die Besichtigung eines Rettungshubschraubers fiel dagegen aus. |
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Wegen schlechten Wetters konnte er leider nicht starten. Wie die Behandlung eines Notfallpatienten im Krankenhaus weitergeht, darum ging es bei den anderen Stationen.
Mit Original-OP-Instrumenten machten sich die Kinder unter ärztlicher Aufsicht ans Nähen von Wunden. Ein schwieriges Unterfangen selbst an Schaumstoff ? das merkten die Mini-Studenten schnell. Einfacher war da schon das Anlegen von Wundverbänden. Eine andere Gruppe übte sich derweil unter den wachsamen Augen des Kinderchirurgen Dr. Karl Bodenschatz in minimal-invasiver Chirurgie. Als Bauch diente dabei ein mit OP-Tuch abgedeckter Karton. Mit den beiden Kinderkrankenschwestern Michaela Korner und Daniela Soppa ging es anschließend auf die Intensivstation, wo schwerkranke Patienten Tag und Nacht mit Hilfe von Monitoren überwacht werden.
Zwei Kinderreporter, die achtjährige Jana und der neunjährige Lukas, schrieben alles genau mit und veröffentlichten anschließend einen Artikel auf der Kinderseite der Nürnberger Nachrichten, der ? mit freundlicher Genehmigung der NN ? auf der Internetseite der Klinikum-Kinderakademie unter www.kli-ki.de nachzulesen ist. Hier finden interessierte Kinder neben Informationen zum Krankenhaus auch ein Forum für ihre Fragen. Ärzte des Klinikums beantworten alle Fragen rund um medizinische Themen, die Kinder bewegen.
Autorin/Autor: Doris Strahler
