Kardiologie - Spenden für Herzdiagnostik
Um am neuen leistungsstarken Magnetresonanztomografen (MRT) auch eine Bildgebung für das Herz zu ermöglichen, spendeten die Schöller-Stiftung 40.000 Euro, die Nürnberger Herzhilfe 25.000 und die Aida-Papenbrok-Stiftung 22.000 Euro.
?Die neue Hard- und Software des Herzpaketes ermöglicht nicht nur exzellente Bilder aus dem Inneren des Herzens, sondern erweitert die diagnostischen Möglichkeiten?, freut sich Prof. Matthias Pauschinger, Chefarzt der Kardiologie.
Die Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie genannt, arbeitet mit starken Magnetfeldern und Radiowellen, um innere Organe, Gefäße und Gewebe darzustellen. Der Patient wird dabei keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt, und das Herz lässt sich als gesamtes Organ in voller Funktion darstellen. Sowohl gefährliche Gefäßveränderung an der Hauptschlagader im Herzen, als auch Entzündungen des Herzmuskels oder das exakte Ausmaß eines Herzinfarkts lassen sich damit feststellen.
Seit acht Jahren wird im Klinikum Nürnberg Süd die MRT des Herzens in Kooperation von der Kardiologie mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie betrieben. Von Anfang an stand ein MRT mit der Stärke 1.5 Tesla zur Verfügung, der mit einem speziellen Herzpaket nachgerüstet wurde.
Mit Hilfe der Spendengelder konnte nun auch der neue 3.0 Tesla MRT mit einem speziellen Herzpaket ausgerüstet werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf so genannten Perfusionsuntersuchungen, d.h. damit können Minderdurchblutungen des Herzmuskels, die durch Verengung der Koronararterien verursacht werden, ausfindig gemacht werden.
?Wir arbeiten mit den Radiologen eng zusammen?, betont Chefarzt Pauschinger. Nur so könne ?im Interesse der Patienten eine schnelle, sichere und vor allem exakte Diagnostik auf dem Gebiet der kardiovaskulären MRT gewährleistet werden?.Autorin/Autor: Bernd Siegler
