Heil- und Wildkräuter -?Diabetikerkartoffel?
Ihren Namen verdankt die Pflanze einem Indianerstamm in Brasilien, den Tupinambas, weshalb sie auch Topinambur (Helianthus tuberosus) oder Indianerkartoffel genannt wird.
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In Europa war sie zunächst eine Zierpflanze, die aufgrund ihrer sonnenblumenähnlichen Blüten in botanischen Gärten gezeigt wurde. Erst im 1. Weltkrieg lernte man, sie als Nutzpflanze zu schätzen, und heute findet man sie auch ausgewildert in der Natur. Eine einzige Pflanze trägt bis zu drei Dutzend unterirdische Wurzelknollen, die man ab November bis ins Frühjahr selbst aus angefrorenem Boden noch ernten kann. Die Topinambur enthält keine Stärke wie die Kartoffel, sondern das Kohlenhydrat Inulin, welches unter Enzymeinwirkung in eine speziell für Diabetiker verträgliche Zuckerform umgewandelt wird. Der Stoff beeinflusst das Wachstum und die Aktivität von Milchsäurebakterien im Darm positiv. Ein regelmäßiger Verzehr senkt den Cholesterinspiegel. Die Gallensäuren werden gebunden und aus dem Körper ausgeschleust, sodass sie nicht mehr zum Cholesterinaufbau zur Verfügung stehen. Zudem besteht eine gefäßschützende Wirkung. Bemerkenswert sind die hohen Werte von Kalium (460 mg pro 100 g), Magnesium, Calcium, Kieselsäure und Eisen. Nussartig ist der Geschmack ? frisch als Rohkostsalat oder wie Kartoffeln gegart. Die Wurzeln besaßen schon immer eine tiefe Symbolik und werden mit Ursprung, Bodenständigkeit und Beharrlichkeit verbunden.
Nähere Information bei der zertifizierten Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester Brigitte Addington unter www.sonnetra.de, Tel. (09131) 931 72 96 |
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Autorin/Autor: Brigitte Addigton
