Allgemeinchirurgie - Brillante Bilder aus dem OP
High Definition Television, kurz HDTV genannt, sorgt nicht nur im Heimkino zuhause für Furore. Die hochauflösenden Bilder begeistern durch brillante Farben, extreme Schärfe und einem annähernden 3-D-Effekt auch Chirurgen. Seit Anfang November liefert die neue Bildtechnik im Operationssaal der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers. Als erstes Krankenhaus in der Region setzt die Klinik die moderne Bildtechnik bei minimal-invasiven Eingriffen ein.
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?Ein Quantensprung in der Bildgebung?, meint Chefarzt Prof. Christoph-Thomas Germer mit Blick auf die bisherige Standardtechnik des Chirurgischen Zentrums im Dr. Hans Birkner-Haus, die gerade einmal drei Jahre alt ist. Das neue Bildsystem ? bestehend aus einer hochauflösenden Kamera und einem entsprechenden Bildschirm ? ermöglicht den Chirurgen bei minimal-invasiven Eingriffen ein exakteres Vorgehen und eine bessere Kontrolle ? ein Plus an Patientensicherheit also. Gestochen scharf und mit einem leichten dreidimensionalen Effekt erscheinen organische Strukturen wie Leber, Galle, Magen oder Blutgefäße auf dem Bildschirm und erleichtern dem Chirurgen die Navigation der Instrumente im Inneren des Körpers. Jeder Schnitt lässt sich exakt und übersichtlich steuern. ?Je besser das Bild, desto leichter wird der Eingriff für uns Chirurgen?, meint Dr. Christian Jurovich. Der Oberarzt hebt neben Schärfe und 3-D-Effekt noch den größeren Bildausschnitt hervor und spricht von einem ?beeindruckenden Qualitätsunterschied?. |
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Derzeit liefert die Kamera Live-Bilder mit einer so gewaltigen Datenmenge, dass es bisher kein Speichermedien dafür gibt. Die Aufzeichnung eines Eingriffs wäre vorerst nur als normales Video möglich. Die Anschaffung des 25.000 Euro teuren Gerätes wurde von der Dr. Hans Birkner-Stiftung finanziell unterstützt, die seit Jahren die Chirurgie im Klinikum Nürnberg großzügig fördert.
Rund 1.300 minimal-invasive Eingriffe mit einer Dauer zwischen 30 Minuten und drei Stunden führt die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im Jahr durch. Zu den häufigsten Eingriffe zählen 450 Gallenblasen- und 250 Blinddarmentfernungen, 130 Eingriffe am Dickdarm sowie 120 Leistenhernien. Dabei entwickelt sich die minimal-invasive Chirurgie seit ihren Anfängen in den 90er Jahren ständig weiter. Immer mehr und immer größere Eingriffe werden heute mit nur kleinen und den Patienten schonenden Schnitten ausgeführt.Autorin/Autor: Doris Strahler
